Mehr Privatsphäre (mit Bildergalerie)

Air France stellt neue Business Class vor

Air France hat bei der Firma Safran neue Business-Class-Sitze für zwölf Boeing 777-300 bestellt.
Air France
Air France hat bei der Firma Safran neue Business-Class-Sitze für zwölf Boeing 777-300 bestellt.

Air France will einen neuen Standard in der Business Class setzen und baut vom Herbst an neue Sitze in die Kabinen von zwölf Boeing 777-300 ein. Sie versprechen mehr Privatsphäre als bislang branchenüblich.

Air France nennt es den Drei-F-Ansatz und meint damit Full Flat, Full Access und Full Privacy. Heißt übersetzt: Der neue Business-Class-Sitz, den die französische Firma Safran entwickelt hat, lässt sich zu einem Bett ausfahren, ist stets vom Gang aus zu betreten und bietet Dank Sichtschutztüren größtmögliche Privatsphäre für die Reisenden.

Solche Schiebetüren bieten manche Airline in der First Class. Davon sei der neue Air-France-Sitz nicht mehr weit entfernt. Beim Service an Boden und Bord gebe es aber doch noch Unterschiede und das solle auch so bleiben, versicherte Fabien Pelous, Air-France-Produkt-Chef, der den Sitz am Dienstagabend in Paris gemeinsam mit CEO Anne Rigail vorgestellt hat.

Anne Rigail, CEO von Air France, hat in Paris die neue Business Class vorgestellt.
FVW Medien/RIM
Anne Rigail, CEO von Air France, hat in Paris die neue Business Class vorgestellt.


Als Ort für die Präsentation hatten sich die beiden die erste Etage des Eiffelturms ausgesucht. Dort gab es für die anwesenden Gäste und Journalisten bei bestem Wetter einen Rundumausblick auf Paris inklusive. Die neue Business Class in der B-777 soll künftig auf Routen von Paris unter anderem nach New York sowie zu anderen Zielen in Nordamerika zu finden sein.



Der Sitz ist eine Weiterentwicklung, mit der sich Air France vom Wettbewerb abheben will. Die Umrüstung der Kabine sei Teil der Bemühungen der Fluggesellschaft, "das Niveau zu heben" und "ihren Kunden das Beste aus Frankreich zu bieten und die Eleganz auf ein neues Niveau zu heben". Insgesamt investiert Air France eine Milliarde Euro jährlich in die Flottenerneuerung. Bis 2023, so CEO Anne Rigail, sollen unter anderem alle Jets mit W-LAN ausgestattet sein. Zudem sollen alle Fernflieger dann über Business-Class-Sitze verfügen, die sich in ein Bett verwandeln lassen. Noch ist es allerdings nicht so weit.

Fabien Pelous ist für Produkt und Kundenerlebnis bei Air France verantwortlich.
FVW Medien/RIM
Fabien Pelous ist für Produkt und Kundenerlebnis bei Air France verantwortlich.


Der neue Sitz wird vom September 2022 an zunächst in einer Triple Seven Richtung Flughafen JFK in New York zu finden sein. 48 Business-Class-Suiten will Air France dann bieten. Hinzu kommen 48 aktualisierte Premium-Economy-Sitze und 273 Economy-Class-Sitze. Jede Kabine wird in den charakteristischen Farben der Marke ausgestattet werden: Marineblau, Weiß für Licht und Kontrast und ein Hauch von Rot.

Business-Class-Essen auf Vorbestellung

Neu im Angebot wird Ende 2022 dann auch ein nachhaltigeres Catering sein. In der Business-Kabine bieten französischen Sterneköche abwechselnd eine Auswahl an vegetarischen Gerichten sowie Fleisch-, Geflügel- und Fischgerichte an. Bis Ende 2022 will das Unternehmen auf allen Flügen ab Paris in allen Kabinen Fleisch, Milchprodukte und Eier französischer Herkunft, Fisch aus nachhaltiger Fischerei, die systematische Auswahl eines vegetarischen Gerichts und vollständig in Frankreich zubereitete Mahlzeiten anbieten. Das Unternehmen wird auch Menüs für Kinder und Babys anbieten, die aus vollständig biologischen Zutaten bestehen.



Im Rahmen ihres Kampfes gegen die Lebensmittelverschwendung führt Air France außerdem schrittweise ein, in der Business Class vor dem Abflug ein warmes Gericht auszuwählen. Das Unternehmen hat sich zudem verpflichtet, bis Anfang nächsten Jahres 90 Prozent der Einwegplastikartikel an Bord seiner Flugzeuge zu recyceln und zu beseitigen.

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