LH-Flugbegleiter-Tarifabschluss

Gewerkschaft lässt länger abstimmen

Die LH-Flugbegleiter müssen derzeit darüber entscheiden, ob sie einen bis Juni 2019 laufenden neuen Tarifvertrag akzeptieren wollen.
Lufthansa
Die LH-Flugbegleiter müssen derzeit darüber entscheiden, ob sie einen bis Juni 2019 laufenden neuen Tarifvertrag akzeptieren wollen.

Kommt es nun zum Tarifabschluss? Die Gewerkschaft der Flugbegleiter lässt ihre Mitglieder über den mit der Lufthansa ausgehandelten neuen Tarifvertrag abstimmen – und verlängert die Frist der Urabstimmung.

Die Lufthansa-Flugbegleiter bekommen mehr Zeit für die Abstimmung über den ausgehandelten Tarifabschluss. Die Gewerkschaft Ufo verlängerte die Frist für die Urabstimmung um zwei Wochen bis zum 24. August. Hauptgrund ist die Komplexität der Materie. Es seien noch Fragen im Detail aufgetaucht, sagte Ufo-Verhandlungsführer Nicoley Baublies auf Anfrage. Zuvor hatte das „Handelsblatt“ unter Berufung auf ein internes Ufo-Schreiben darüber berichtet.

Die Fluggesellschaft und die Gewerkschaft hatten sich Anfang Juli unter der Leitung des Schlichters und brandenburgischen Ex-Ministerpräsidenten Matthias Platzeck auf ein Tarifpaket geeinigt. Für die rund 19.000 Flugbegleiter sieht die Vereinbarung mehr Geld vor, ein neues System der Alters- und Übergangsversorgung sowie bis zum Jahr 2021 eine Beschäftigungsgarantie.

Die Einkommen der Flugbegleiter sollen im Zeitraum Januar 2016 bis Juni 2019 um insgesamt gut fünf Prozent steigen. Einer ersten Erhöhungsstufe von 2,2 Prozent im vorigen Januar folgen eine Anhebung um 1,0 Prozent im Oktober 2016 und eine weitere von 2,0 Prozent im Januar 2018. Die Einigung beendete einen von Streiks begleiteten Tarifstreit, der drei Jahre dauerte. (dpa)

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