Krisenvereinbarung

Air Berlin mit Gewerkschaften einig

Am Donnerstag fehlten für etliche Jets von TUIfly – auch bei denen, die für Air Berlin flogen – Crews.
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Am Donnerstag fehlten für etliche Jets von TUIfly – auch bei denen, die für Air Berlin flogen – Crews.

Die massiven Krankmeldungen bei TUIfly schädigen Air Berlin ebenso. Die Berliner Fluggesellschaft traf nun eine Krisenvereinbarung mit den Gewerkschaften VC und Verdi.

TUIfly hat für den Partner Air Berlin nach dessen Angaben am Donnerstag keinen einzigen Flug durchgeführt. Täglich wickele TUIfly eigentlich 90 Flüge ab, sagte Air-Berlin-Sprecher Uwe Kattwinkel der Deutschen Presse-Agentur. Mit Hilfe anderer Crews habe Air Berlin 30 dieser 90 Flüge anbieten können. 60 Flüge seien ausgefallen. Kattwinkel sprach von einer „schwierigen, dramatischen Situation vor allem für unsere Fluggäste“. Ein Drittel der TUI-Flotte fliegt samt Besatzung für Air Berlin.

Wegen der massiven Flugplan-Probleme haben die Gewerkschaften Vereinigung Cockpit (VC) und Verdi eine Krisenvereinbarung mit Air Berlin getroffen. Gemeinsam rufen sie Piloten, Flugbegleiter und Bodenbeschäftigte zu freiwilligen Einsätzen bis einschließlich Sonntag auf, wie die VC nun in Frankfurt berichtete.

Ziel sei es, den Flugbetrieb zu stabilisieren und die Einschränkungen für die Fluggäste so gering wie möglich zu halten. Air Berlin leidet insbesondere unter den zahlreichen Flugstreichungen bei ihrem Dienstleister TUIfly. Dort haben sich in den vergangenen Tagen zahlreiche Crew-Mitglieder krank gemeldet, so dass etliche Flüge ausfallen mussten. (dpa)

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