Konzern-Wettbewerb

Eurowings soll innerdeutsche Lücken schließen

Am zweitgrößten Hub der Lufthansa, in München, ist Eurowings schon präsent und wächst stark.
Flughafen München GmbH
Am zweitgrößten Hub der Lufthansa, in München, ist Eurowings schon präsent und wächst stark.

Der LH-Billigflieger Eurowings soll nach der Air-Berlin-Pleite auf einigen Strecken auch parallel zur Lufthansa selbst fliegen.

Im kommenden Jahr sollen unter anderem die Strecken Berlin–Frankfurt, Berlin–München und Düsseldorf–München neu angeboten werden, kündigt ein Sprecher nun in Köln an. Auf diesen Verbindungen ist nach dem Ende der Air Berlin derzeit die Lufthansa allein unterwegs.

Ob es dabei zu einem Preiskampf kommt, ist Kartellrechtlern zufolge fraglich, weil beide Gesellschaften demselben Konzern angehören. Derzeit herrscht aber gerade auf innerdeutschen Strecken eine sehr hohe Nachfrage, die wegen der Air-Berlin-Pleite auf ein ausgedünntes Angebot trifft. Das führt in den meist voll besetzten Flugzeugen zu hohen Ticketpreisen. Zusätzlich wird erwartet, dass die britische Easyjet mit ihren von Air Berlin übernommenen Flugzeugen von 2018 an ebenfalls innerdeutsche Verbindungen fliegen wird.

Eurowings will zudem ab Düsseldorf neu auch Bologna, Florenz, Kopenhagen, Stuttgart und Sylt ansteuern. In Zürich begibt man sich zudem in direkte Konkurrenz zur Konzernschwester Swiss mit einem Dienst nach Mallorca. Auf dieser Verbindung sind auch die spanischen Gesellschaften Vueling und Iberia unterwegs. (dpa)

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