Kassel

Staatsanwalt ermittelt gegen Airport-Chef

Der Regio-Airport von Kassel kommt aus den Negativ-Schlagzeilen nicht heraus.
Michael Paetzold/Wikimedia CC BY-SA 3.0 de
Der Regio-Airport von Kassel kommt aus den Negativ-Schlagzeilen nicht heraus.

Dem hoch subventionierten nordhessischen Airport droht weiteres Ungemach. Die Staatsanwaltschaft ermittelt gegen den Chef des Kasseler Flughafens wegen des Verdachts der Untreue.

Nach Prüfung von Unterlagen sehe die Behörde einen Anfangsverdacht, teilte Staatsanwalt Götz Wied nun in Kassel mit. Zuvor hatten Medien über eine mögliche Finanzierung von Flugreisen für eine Mitarbeiterin einer ägyptischen Gesellschaft durch die Flughafen GmbH berichtet.

Der Staatsanwaltschaft zufolge wird auch wegen eines möglichen Verstoßes gegen das Aufenthaltsgesetz ermittelt, „da in Frage steht, ob mittels unzutreffender Angaben gegenüber der Einreisebehörde ein Visum für die Mitarbeiterin der ägyptischen Gesellschaft erlangt wurde“. Die Behörde wies darauf hin, dass mit einem Anfangsverdacht kein Nachweis für eine Straftat verbunden sei und die Unschuldsvermutung weiter gelte.

Der defizitäre Flughafen steht seit seiner Eröffnung 2013 wegen hoher Kosten und mangelnder Auslastung in der Kritik. Erst in der vergangenen Woche hatte Hessens Finanzminister Thomas Schäfer (CDU) die Kosten für den Flughafenbau auf mittlerweile rund 282 Mio. Euro taxiert – elf Millionen Euro mehr als zuletzt geplant. Von Kostensteigerungen in Millionenhöhe war aber bereits im Dezember 2014 die Rede gewesen. (dpa)

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