Iata-Ausblick 2023

Airline-Branche erwartet Rückkehr in Gewinnzone

Willie Walsh, Generaldirektor der Iata, blickt trotz einiger wirtschaftlicher Unsicherheiten optimistisch auf das kommende Jahr.
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Willie Walsh, Generaldirektor der Iata, blickt trotz einiger wirtschaftlicher Unsicherheiten optimistisch auf das kommende Jahr.

Die vergangenen zwei Corona-Jahre haben der Airline-Branche milliardenschwere Verluste beschert. Mittlerweile laufen die Geschäfte wieder besser. 2023 sollten laut Iata-Chef Willie Walsh für den gesamten Wirtschaftszweig wieder schwarze Zahlen drin sein.

Für das kommende Jahr geht die International Air Transport Association (Iata) von einer Rückkehr der Branche zur Profitabilität aus. So prognostiziert der Airline-Verband für 2023 einen Netto-Gewinn der Airlines weltweit in Höhe von 4,7 Mrd. US-Dollar (umgerechnet 4,4 Mrd. Euro) bei Umsätzen von insgesamt 779 Mrd. US-Dollar (umgerechnet 739 Mrd. Euro). Etwa zwei Drittel der Erlöse entfallen dabei laut Iata auf das wiedererstarkte Passage-Geschäft. Die Zahl der Fluggäste dürfte erstmals nach 2019 wieder die Grenze von vier Milliarden überschreiten.

"Trotz der wirtschaftlichen Unsicherheiten gibt es zahlreiche Gründe, um optimistisch ins kommende Jahr zu schauen", sagt Iata-Generaldirektor Willie Walsh. Der nachlassende Preisdruck bei Kerosin und eine weiterhin starke Nachfrage sollten dafür sorgen, dass sich die Kostenentwicklung im Rahmen hält. Trotzdem bleibe die Situation volatil und könne auch schnell wieder ins Negative kippen, warnt Walsh zugleich vor einer allzu euphorischen Lagebeurteilung.

Für 2022 geht die Iata von weiter reduzierten Verlusten der Branche im Vergleich zu 2021 aus. Die Gesamtumsätze dürften im Vergleich zum Vorjahr um 43,6 Prozent auf umgerechnet knapp 690 Mrd. Euro steigen. Auf das Passage-Geschäft entfallen dabei 415 Mrd. Euro, auf das Cargo-Geschäft 275 Mrd. Euro. Die Airline-Kapazitäten weltweit betragen für das Gesamtjahr rund 70 Prozent des Vorkrisenniveaus.

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