Hoffen auf zügige Genehmigung

Personal aus der Türkei soll Airports unterstützen

Die Schlangen an den Flughäfen – hier der von Düsseldorf – werden wieder länger. Die Airports und Airlines sind dem Andrang derzeit nicht gewachsen. Für etwas Entlastung könnte zusätzliches Personal aus der Türkei sorgen.
Imago / NurPhoto
Die Schlangen an den Flughäfen – hier der von Düsseldorf – werden wieder länger. Die Airports und Airlines sind dem Andrang derzeit nicht gewachsen. Für etwas Entlastung könnte zusätzliches Personal aus der Türkei sorgen.

Airlines und Airports fehlt es an Personal. Hoffnung auf Entlastung liegt in der kurzfristigen Einstellung von Mitarbeitern aus der Türkei. Zugleich beruhigt der DRV Pauschalurlauber: Flugstreichungen in größerem Umfang ans Mittelmeer und auf der Fernstrecke hält der Verband eher für unwahrscheinlich.

Die Luftverkehrsbranche hofft auf rasche Ausnahmegenehmigungen deutscher Behörden für den Einsatz von etwa 2000 Arbeitskräften aus der Türkei an deutschen Flughäfen. "Wir hoffen, dass es sehr zügig geht", sagte eine Sprecherin des Bundesverbandes der Deutschen Luftverkehrswirtschaft (BDL) auf dpa-Anfrage. Doch auch dann wird es bis zum Einsatz der neuen Mitarbeiter noch dauern: Denn bis die für die Arbeit am Airport erforderlichen Zuverlässigkeitsprüfungen abgeschlossen sind, dürften weitere sechs Wochen vergehen – immerhin könnten die Beschäftigten bei Bodenverkehrsdiensten so noch während der zweiten Hälfte der Sommerreisezeit eingesetzt werden.



Ungeachtet der Engpässe bei Flughäfen und Fluggesellschaften würden Reiseveranstalter nach Angaben des Deutschen Reiseverbands (DRV) alles dafür tun, dass gebuchte Sommertrips stattfinden könnten. "Dass gut gebuchte Strecken zu den Pauschalreise-Zielen rund ums Mittelmeer oder zu ferneren Zielen in größerem Umfang gestrichen werden, ist eher unwahrscheinlich", beruhigt jetzt eine DRV-Sprecherin auf Anfrage der dpa. Das gelte insbesondere für Flüge, die von den Veranstaltern lange vorher eingekauft worden seien.

Veranstalter und Reisebüros seien in engem Austausch mit Fluggesellschaften und Flughäfen. Auch der DRV hatte sich in den vergangenen Tagen mit Airlines und Airports ausgetauscht. Den Angaben zufolge haben bislang allerdings nicht alle Carrier im Detail mitgeteilt, welche konkreten Flüge über die Sommermonate gestrichen werden müssen. "Das erschwert die Situation für Reisebüros und Reiseveranstalter noch zusätzlich", bedauert eine Verbandssprecherin.



Die Fluggesellschaften sollten so früh wie möglich über Änderungen oder Streichungen informieren, appellierte der Branchenverband. Dann könnten Veranstalter und Reisebüros Urlauber frühzeitig informieren und alles Notwendige in die Wege leiten. Dazu zähle die Suche nach anderen Flugrouten, aber zum Beispiel auch die Organisation der Transfers im Urlaubsgebiet.

Buchungsniveau von 2019 kommt in Sicht

Die Reiselust der Menschen in Deutschland ist nach mehr als zwei Corona-Jahren groß. Im Moment liegen die Buchungsumsätze für den Sommer dem DRV zufolge knapp 20 Prozent unter denen vor der Pandemie. Nach wie vor entscheiden sich viele Sonnenhungrige kurzfristig. Man rechne noch mit weiter steigenden Buchungszahlen und sei optimistisch, dass das Buchungsvolumen vom Sommer 2019 erreicht werden könne, hieß es von Verbandsseite.

Die Reiselust kollidiert dabei mit den erheblichen Personalengpässen bei Flughäfen und Airlines in Deutschland und anderen Ländern Europas. Von der Passagierkontrolle über die Flugzeugabfertigung bis hin zu den Flugbegleitern fehlen überall die Leute, die sich in der Pandemie andere Jobs gesucht haben. Zugleich hatten Fluggesellschaften und Flughafenbetreiber in der Krise Stellen abgebaut.

Sie müssen sich einloggen oder registrieren, um kommentieren zu können.



stats