Hessische Landesregierung

Lärmdeckel für Flughafen Frankfurt

Für bis zu 701.000 Starts und Landungen hatte Fraport bereits eine Genehmigung in der Tasche.
Fraport
Für bis zu 701.000 Starts und Landungen hatte Fraport bereits eine Genehmigung in der Tasche.

Der grüne Wirtschafts- und Verkehrsminister Hessens hat sich durchgesetzt. Für Deutschlands größten Flughafen soll eine neue Lärmobergrenze gelten.

Die hessische Landesregierung will den Lärm am Frankfurter Flughafen begrenzen. Wirtschafts- und Verkehrsminister Tarek Al-Wazir (Grüne) stellte in Wiesbaden das Konzept einer Lärmobergrenze für den größten deutschen Airport vor. Dabei wird das durchschnittliche Lärmniveau auf einen Wert gedeckelt, der den heutigen „nicht wesentlich“ überschreitet. Für den Fall, dass die neue Grenze zwei Jahre hintereinander nicht eingehalten wird, droht das Ministerium, die Zahl der Flugbewegungen einzufrieren.

Al-Wazir bot dem Flughafen-Betreiber Fraport sowie weiteren Vertretern der Luftverkehrswirtschaft Verhandlungen über das Konzept an. Sollte es zu keiner Einigung kommen, werde die Betriebsgenehmigung entsprechend geändert, heißt es. Fraport soll zudem verpflichtet werden, regelmäßig einen Plan zur Lärmminimierung vorzulegen.

Der Flughafen-Betreiber Fraport hat die von der Landesregierung vorgestellte Lärmobergrenze für den Frankfurter Flughafen als nicht akzeptabel bezeichnet. Der Flughafen dürfe im internationalen Wettbewerb nicht weiter benachteiligt werden, sagte Fraport-Chef Stefan Schulte. In Frankfurt gelte bereits ein sechsstündiges Nachtflugverbot. Weitere Einschränkungen würden die Wettbewerbsfähigkeit des Standorts gefährden. (dpa)

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