Hannover-Kassel

Bauarbeiten auf ICE-Strecke im Zeitplan

Große Maschinen sind auf der Strecke im Einsatz.
DB AG
Große Maschinen sind auf der Strecke im Einsatz.

Die kurzfristig angekündigten Bahnarbeiten waren ein großes Ärgernis: Von der Sperrung der ICE-Strecke zwischen Hannover und Kassel sind täglich Zehntausende betroffen. Doch immerhin: Nach Angaben der Deutschen Bahn liegen die Arbeiten im Plan.

Die kurzfristig notwendig gewordenen Bauarbeiten auf der ICE-Schnellfahrstrecke Hannover-Kassel sind für die Bahn ein Kraftakt – und für Fernreisende eine Geduldsprobe. Bisher liegen die Arbeiten aber im Plan, wie die Deutsche Bahn mitteilte. Vier Bahnbauunternehmen sind an der Strecke im Einsatz, um Schotter im Gleisbett auszutauschen.

Riesige gelbe Bauzüge, Gleisstopfmaschinen, Bagger und Planiermaschinen kommen zum Einsatz. Die Umleitung der Züge bringt erhebliche Verzögerungen für täglich Zehntausende Reisende im Fernverkehr von Hamburg und Berlin in Richtung Süddeutschland mit sich. Trotz anfänglicher Kritik seien bislang keine Kundenbeschwerden eingegangen, erklärte die Bahn.

Nach Protesten, die Bauarbeiten ausgerechnet während der Hannover Messe vorzunehmen, bietet die Bahn noch bis zum Freitag zusätzliche Züge an. Auch für aus dem Ausland einfliegende Messegäste fahren morgens zwei ICE-Sprinter von Frankfurt-Flughafen zum Messebahnhof in Hannover und nachmittags wieder zurück. Auch bei dem durch die Arbeiten beeinträchtigten S-Bahnverkehr steuerte die Bahn nach und legte zusätzliche Fahrten zur Messe ein.

Die 1991 in Betrieb gegangene und vielbefahrene Schnellfahrstrecke Hannover-Kassel-Würzburg ist in die Jahre gekommen. Von 2019 an soll sie grundlegend erneuert werden. Damit die Strecke bis dahin durchhält, hatte die Bahn schon im Februar für die Zeit vom 18. Juli bis 2. September Gleis- und Weichenwechsel zwischen Hannover und Göttingen mit entsprechenden Verkehrsbehinderungen angekündigt. Bei den nun laufenden Arbeiten handelt es sich um zusätzliche Reparaturen. (dpa)

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