Hamburg Airport

Lufthansa setzt auf Gesichtserkennung

Bitte recht freundlich: Mirjam Fröhlich, Leiterin Passagier- und Gepäckmanagement am Hamburg Airport, und Falk Durm, Head of Ground & Airport Experience Lufthansa Group, stellen die neue Gesichtserkennung am Hamburg Airport vor.
Hamburg Airport / Oliver Sorg
Bitte recht freundlich: Mirjam Fröhlich, Leiterin Passagier- und Gepäckmanagement am Hamburg Airport, und Falk Durm, Head of Ground & Airport Experience Lufthansa Group, stellen die neue Gesichtserkennung am Hamburg Airport vor.

Kontaktloses Reisen ist gerade in Pandemiezeiten gefragt. Die Lufthansa macht das jetzt gemeinsam mit dem Hamburger Flughafen möglich. Allerdings gelten die neuen Prozesse zunächst nur für bestimmte Passagiere.

So setzen die Lufthansa, Austrian Airlines und die Swiss am Airport Hamburg auf kontaktloses Reisen mit Hilfe von Gesichtserkennung. Dank dieses Verfahrens genügt künftig ein Blick in eine spezielle Kamera, um durch die Sicherheitskontrolle zu kommen und das Boarding zu absolvieren. Ausgedruckte Bordkarte und das Smartphone werden so überflüssig.



Das Biometrie-Verfahren nutzen können aktuell alle Teilnehmer von Miles & More. Die Mitglieder des LH-Kundenbindungsprogramms müssen sich dafür einmalig und mindestens 24 Stunden vor ihrem nächsten Austrian-, Lufthansa- oder Swiss-Fluges für das Verfahren Star Alliance Biometrics registrieren. Dazu benötigen sie laut Lufthansa ihren gültigen Reisepass sowie die neueste Version der Lufthansa-App oder Miles-&-More-App. Sobald sie sich angemeldet haben, können sie am Flughafen Hamburg die zentrale Sicherheitskontrolle und die Boarding Gates A17 und C16 kontaktlos passieren.



Die Zugänge am Gate und an den Fast Lanes der zentralen Sicherheitskontrolle in Hamburg sind nach Angaben der Airline gut sichtbar gekennzeichnet. Das Gesicht der Passagiere wird dort automatisch von der Kamera erfasst und mit dem hinterlegten Bild abgeglichen. Dabei können die Reisenden ihre Mund-Nasen-Bedeckungen, die sie zurzeit im Terminal zum Gesundheitsschutz tragen müssen, aufbehalten. Bei einer positiven Übereinstimmung öffnen sich die dann Zugänge automatisch.

Der einzige Airport, wo dieses biometrische Verfahren für Passagiere der LH-Airlines möglich ist, ist Hamburg nicht. Die Plattform Star Alliance Biometrics, die auf der Gesichtserkennungstechnologie NEC I:Delight der japanischen NEC Corporation basiert, wurde bereits im November 2020 an den Drehkreuzen Frankfurt, München und Wien eingeführt. Einmal registriert, können die LH-Fluggäste die biometrischen Zugänge an allen vier teilnehmenden Flughäfen nutzen.

Datenschutz ist gesichert

Angst, dass persönliche Daten – etwa Fotos und andere Identifikationsmerkmale – missbraucht würden, bräuchten die Fluggäste nicht zu haben, heißt es bei der Lufthansa. Sie würden verschlüsselt und innerhalb der Plattform sicher gespeichert. Das System sei von Anfang an unter Beachtung der geltenden Datenschutzgesetze und auf Basis der neuesten Gesichtserkennungstechnologie entwickelt worden, betont man bei dem Carrier. Die Speicherung persönlicher Daten werde auf ein notwendiges Minimum begrenzt. Kundennamen würden beispielsweise nicht gespeichert.

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