Frankreich

Streik behindert Fährverkehr im Ärmelkanal

Die Fährverbindungen Frankreichs über den Ärmelkanal.
Screenshot via DFDS
Die Fährverbindungen Frankreichs über den Ärmelkanal.

Der Fährverkehr im Ärmelkanal zwischen Calais und Dover ist wegen eines landesweiten Streiktags in Frankreich zum Stillstand gekommen. Die Medien sprechen von einem "Schwarzen Donnerstag".

Wie der Hafen im englischen Dover mitteilte, wurden alle Verbindungen von und ins französische Calais von 7 Uhr morgens eingestellt, der Betrieb sollte demnach erst von 14 Uhr an wieder aufgenommen werden.

Fähren von und nach Dunkerque, das ebenfalls in Frankreich liegt, seien aber planmäßig im Einsatz, hieß es weiter. Fahrgäste wurden aufgerufen, sich auf ein erhöhtes Verkehrsaufkommen um den Hafen in Dover einzustellen. In Frankreich haben Gewerkschaften zu landesweiten Streiks und Protesten gegen die von der Regierung geplante Anhebung des Renteneintrittsalters aufgerufen.

"Das ist der erste Tag der Mobilisierung gegen die Rentenreform, die letzte Woche von der Regierung vorgestellt wurde, und wir können mit einem 'Schwarzen Donnerstag' rechnen, insbesondere im Verkehr – der Schienenverkehr ist stark betroffen, während die Frequenz von U-Bahnen und Straßenbahnen reduziert wird", berichtet die Zeitung "La Voix du Nord".

In diversen französischen Städten erwarten die Behörden bis zu 800.000 Demonstranten, berichtet "Le Figaro". Es sind landesweit 220 bis 250 Demonstrationen geplant. Dem Blatt zufolge sollen 10.000 Polizeibeamte im Einsatz sein, 3500 davon entfallen allein auf Paris.

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