Flugzeugbau

Airbus will A-320-Produktion erhöhen

Das Werksgelände von Airbus in Hamburg-Finkenwerder aus der Vogelperspektive.
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Das Werksgelände von Airbus in Hamburg-Finkenwerder aus der Vogelperspektive.

Flugzeugbauer Airbus reagiert auf den anziehenden Luftverkehr nach der Corona-Krise und hat jetzt den Ausbau seiner Produktion von Maschinen der Airbus-320-Familie angekündigt. Der Hersteller will pro Jahr so viele Kurz- und Mittelstreckenjets bauen wie nie zuvor.

Airbus will eigenen Angaben zufolge die Produktion von Verkehrsflugzeugen der A-320-Familie  auf 65 Flugzeuge pro Monat bis zum Sommer 2023 hochfahren. Derzeit werden 50 Maschinen pro Monat ausgeliefert. Bis 2025 sollen dann sogar 75 Jets aus der Kurz- und Mittelstreckenreihe pro Monat die Hallen von Airbus verlassen. "Von dieser Produktionssteigerung wird die gesamte globale industrielle Wertschöpfungskette profitieren", teilte Airbus mit.

Der Hersteller will die höheren Produktionsraten durch Kapazitätserweiterungen an den bestehenden Standorten und den Ausbau seiner Präsenz in den USA, wo Konkurrent Boeing sitzt, erreichen. Gleichzeitig will Airbus investieren, um die Produktion des neuen Vorzeigejets A-321XLR sicherzustellen. Die sparsame Langversion des A-321 wird mit Sehnsucht von den Kunden erwartet. Der Erstflug soll noch Ende des zweiten Quartals 2022 erfolgen. Ursprünglich für Ende 2023 geplant, wird die Indienststellung allerdings nun voraussichtlich erst Anfang 2024 erfolgen, teilte Airbus mit.

Die A-320-Familie ist wichtigster Geldbringer bei Airbus. Schon im ersten Quartal hatte das Unternehmen im Zivilgeschäft einen Gewinn von 1,2 Mrd. Euro. (Ebit) erzielt bei einem Umsatz von zwölf Milliarden Euro. Insgesamt wurden 142 Verkehrsflugzeuge ausgeliefert. Im ersten Quartal 2021 waren es – zum Vergleich – 125. Mit 109 Flugzeugen der A-320-Familie machte besagte Gruppe das Gros aus. Zudem wurden von Januar bis März elf A-220, sechs A-330 und 16 A-350 an Kunden übergeben.

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