Flugzeug-Unglücke

Airbus will Blackbox-Suche erleichtern

Airbus stellte eine neue Blackbox, die unter anderem für die A-350 vorgesehen ist, auf der Paris Air Show vor.
Airbus
Airbus stellte eine neue Blackbox, die unter anderem für die A-350 vorgesehen ist, auf der Paris Air Show vor.

Der Flugzeug-Hersteller Airbus will die Suche nach den Flugdaten-Schreibern nach einem Unglück erleichtern. Die Technik soll auch anderen Herstellern offen stehen.

Von Ende 2019 an sollen Langstreckenjets des Konzerns bei einem Absturz ins Meer schwimmfähige Blackboxes ausstoßen. Die Technik stellte Airbus gemeinsam mit Zulieferern auf der Luftfahrtmesse in Le Bourget bei Paris vor. Bisher gestaltet sich die Suche nach den Flugdaten-Schreibern und Stimmrekordern im Meer oft schwierig, zumal das Ortungssignal der Geräte oft nach 30 Tagen verstummt.

Die neuen Blackboxes sollen mehrere Verbesserungen bringen. Während Flugzeuge bisher getrennte Rekorder für Flugdaten und Sprachaufnahmen aus dem Cockpit besitzen, sollen Airbus-Jets künftig zwei Boxen haben, die beides enthalten. Gemäß neuer Vorgaben von Flugaufsichtsbehörden sollen sie zudem Sprachaufnahmen der letzten 25 Stunden speichern. Bisher sind nur zwei Stunden gefordert. Außerdem sollen die fest installierten Boxen 90 Tage lang ein Ortungssignal abgeben.

Bei den Mittelstreckenjets der A-320neo-Reihe will Airbus gleich zwei der neuen kombinierten Blackboxen einbauen. Für die Langstreckenjets wie die A-330, A-350 und A-380 sowie die Langstrecken-Version der A-321neo sind je eine fixe und eine ausstoßbare Box geplant. Sie wird am Heck platziert und soll sich automatisch lösen, falls sich das Flugzeug etwa durch einen Aufprall verformt oder mehr als zwei Meter unter Wasser sinkt. Airbus würde die neue Technik gern zum Standard machen.

Sie stehe auch anderen Flugzeug-Herstellern offen, hieß es. Nach dem Absturz eines Airbus von Air France 2009 vor der lateinamerikanischen Küste hatte es zwei Jahre gedauert, bis die Boxen aus großer Tiefe geborgen werden konnten. (dpa)

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