Flughafen Tegel | Air Berlin

Niki wechselt zu altem Gepäckdienstleister

Am Flughafen Berlin-Tegel geht es nicht nur überaus beengt zu, sondern kommt es auch immer wieder zu Abfertigungsproblemen.
Günter Wicker / Flughafen Berlin Brandenburg GmbH
Am Flughafen Berlin-Tegel geht es nicht nur überaus beengt zu, sondern kommt es auch immer wieder zu Abfertigungsproblemen.

Nach Monaten des Kofferchaos am Flughafen Berlin-Tegel übergibt Air Berlin einen Teil der Gepäckabfertigung wieder an seinen alten Dienstleister. Alle Flüge der österreichischen Tochter Niki würden wieder von Wisag abgefertigt.

Das teilte der Abfertiger nun in Berlin mit. Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur verliert der neue Bodendienstleister Aeroground damit 15 bis 20 Flüge pro Tag. Air Berlin hatte die Abfertigung aller seiner Flüge Ende März von Wisag an Aeroground übergeben. Seitdem kam es häufig zu Verspätungen, Flugausfällen und langen Wartezeiten am Gepäckband.

„Mit unserer Erfahrung und unseren engagierten Teams möchten wir dazu beitragen, dass der Urlaub für die Niki-Passagiere schon in Tegel beginnen kann“, sagte Michael C. Wisser, Vorsitzender der Geschäftsführung der Wisag Aviation Service. Ein entsprechender Full-Handling-Vertrag wurde diese Woche in Berlin unterzeichnet.

Ein Air-Berlin-Sprecher sagte, man habe sich „im Sinne der Stabilisierung des Betriebs am Flughafen Tegel“ zu dem Schritt entschieden. Alle Air Berlin-Flüge unter dem Namen der Muttergesellschaft würden jedoch weiter von Aeroground abgefertigt. „Wir erwarten, dass Aeroground seine Probleme löst.“ Aeroground und die Fluggesellschaft streiten seit Wochen darüber, wer die Verantwortung für das Kofferchaos trägt. Ein Angebot, den Vertrag vorzeitig aufzulösen, hatte Air Berlin in der vergangenen Woche zurückgewiesen. (dpa/ASC)

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