Easyjet

Billigflieger erwartet höheren Gewinn

Easyjet setzt derzeit gut 270 Airbus-Jets der A-320-Familie ein.
Mark Kuipers
Easyjet setzt derzeit gut 270 Airbus-Jets der A-320-Familie ein.

Bei etlichen Fluggesellschaften in Europa laufen die Geschäfte wegen relativ stabiler Ticket-Preise besser als erwartet. Das trifft auch auf die vom Brexit gebeutelte Easyjet zu.

Der britische Billigflieger Easyjet ist bei seinen Vorbereitungen auf den Brexit einen Schritt weiter. Die neue Easyjet-Tochter in Österreich sei startklar, sagte die scheidende Easyjet-Chefin Carolyn McCall nun in Luton bei der Vorlage der Quartalszahlen. Der Schritt nach Österreich soll dem Konzern die europäischen Flugrechte nach dem EU-Austritt Großbritanniens sichern. Die neue Fluglizenz liege vor, der erste Flug finde noch an diesem Donnerstag statt.

Trotz der Turbulenzen rund um den Brexit rechnet Easyjet mit mehr Gewinn als zuletzt. Der um Sonderposten bereinigte Vorsteuergewinn werde im laufenden Geschäftsjahr bis Ende September voraussichtlich 380 bis 420 Mio. Pfund Sterling (429 bis 475 Mio. Euro) erreichen. Noch im Mai hatte das Unternehmen mit knapp 370 Mio. Pfund gerechnet.

Zu McCalls optimistischeren Erwartungen für das laufende Geschäftsjahr trugen vor allem kräftig steigende Passagierzahlen und Ticket-Erlöse bei. Fürs dritte Geschäftsquartal (bis Ende Juni) verkaufte Easyjet 22,3 Mio. Flugtickets und damit fast elf Prozent mehr als im entsprechenden Vergleichszeitraum. Auch die Flugzeuge waren besser ausgelastet. Je Fluggast nahm Easyjet fast fünf Prozent mehr ein als im Vorjahr. Der Umsatz stieg um 16 Prozent auf 1,4 Mrd. Pfund (knapp 1,6 Mrd. Euro).

Allerdings sind dabei auch Wechselkurseffekte enthalten. So hat das britische Pfund nach dem Votum der Briten für den EU-Austritt deutlich an Wert verloren. Währungsschwankungen herausgerechnet, konnte Easyjet die Betriebskosten je Sitz um 5,5 Prozent senken. Ohne den günstigen Treibstoffpreis wären sie um 1,6 Prozent gestiegen. (dpa)

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