Deutscher Ferienflug

Konzept für TUIfly gefordert

Die aus Boeing B-737-800 bestehende Flotte von TUIfly kann der Touristikkonzern schon heute kaum allein füllen.
TUIfly
Die aus Boeing B-737-800 bestehende Flotte von TUIfly kann der Touristikkonzern schon heute kaum allein füllen.

Die Kabinengewerkschaft Ufo verlangt vom Reisekonzern TUI ein neues Konzept für einen deutschen Ferienflieger. Zu Air Berlin äußern sich die Flugbegleiter vorerst nicht.

Das Management müsse einen Alternativplan vorlegen, nachdem die vorgesehene Kooperation der TUIfly mit Teilen von Air Berlin scheiterte, erklärte die Gewerkschaft in Frankfurt. Der touristische Markt biete großes Potenzial, was man allein daran erkennen könne, dass andere Fluggesellschaften wie Eurowings oder Ryanair in dieses Marktsegment vorstießen.

Der TUI-Konzern könne seine Stärke als Veranstalter ausspielen und die Passagierströme noch stärker als bisher auf die konzerneigene TUIfly umlenken. Aber auch eine externe Lösung mit anderen Mitbewerbern wie der Lufthansa-Tochter Eurowings oder der Condor solle geprüft werden. Der deutschsprachige Markt brauche mindestens eine touristisch fokussierte Fluggesellschaft. „Die anstehende Konsolidierung im Ferienfluggeschäft kann eine große Chance für die TUIfly und andere unter Druck stehende Wettbewerber sein, wenn der größte europäische Touristikkonzern eine aktive Rolle dabei spielt“, erklärte Ufo-Tarifexperte Nicoley Baublies.

Zur immer ernster werdenden Situation bei Air Berlin äußerte sich Ufo zunächst nicht. Dort ist allerdings auch Verdi die beherrschende Gewerkschaft für Flugbegleiter. (dpa)

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