DB rechnet mit Normalbetrieb am Freitag

Deutsche Bahn erwartet die reisestärksten Tage

Am Wochenende wird's voll: Die DB rechnet mit dem höchsten Verkehrsaufkommen in diesem Jahr.
Deutsche Bahn
Am Wochenende wird's voll: Die DB rechnet mit dem höchsten Verkehrsaufkommen in diesem Jahr.

Nach dem Streik bei der Bahn erwartet Fahrgäste nach Unternehmensangaben am Freitag (13. August) wieder ein weitgehend normaler Fern- und Regionalverkehr. Die Gewerkschaft GDL will über einen erneuten Streik nächste Woche entscheiden.

Fahrgäste sollten sich jedoch vorab über ihre geplante Zugverbindung informieren, hieß es. Die Züge dürften demnach am Freitag und am Wochenende sehr voll sein. Man rechne mit den reisestärksten Tagen in diesem Jahr, teilte die Bahn mit.


Viele hätten ihre Reisen wegen des Streiks auf diese Tage verschoben. Zudem ließen die Ferien in vielen Bundesländern und das sommerliche Wetter eine hohe Auslastung erwarten.

Die Bahn betonte, die Fernzüge böten mehr Sitzplätze als vor Corona. "Auf den täglich über 800 Fernzügen stehen seitdem zusätzlich 10.000 Sitzplätze zu Verfügung." Wie schon seit Streikbeginn sollen alle Plätze reservierbar bleiben. Die Züge würden weiterhin doppelt so häufig gereinigt wie vor der Pandemie. Der Streik der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer ist bis Freitag (2.00 Uhr) angesetzt.

Die Bahn konnte am zweiten Streiktag (Donnerstag) mehr Fernzüge einsetzen als am Mittwoch. Insgesamt seien 220 ICE und Intercity im Einsatz, 20 mehr als am Tag davor, teilte das Unternehmen mit. Man habe weitere Reserven mobilisieren können. Viele Züge seien am Mittwoch stark besetzt gewesen, hieß es.

An normalen Tagen fahren im Fernverkehr etwa 800 Züge. Mit der Aufstockung am Donnerstag erhöhte sich Kapazität um 15.000 auf 165.000 Sitzplätze.

Entscheidung über weiteren Streik fällt nächste Woche

Gewerkschaftschef Claus Weselsky hat für Freitagvormittag eine Pressekonferenz in Berlin einberufen, auf der er seine Bilanz des Arbeitskampfs vorstellen will. Sein Stellvertreter Norbert Quitter hatte in Frankfurt erklärt, dass die Entscheidung über einen neuerlichen Streik erst in der kommenden Woche fallen soll, nachdem man die Reaktion des Bahn-Vorstands bewertet habe. Dass die Eisenbahner nach dem Streikende ihre Arbeit unmittelbar wieder aufnehmen, sei keine Frage, meinte Quitter.

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