Billigflieger

Gläubiger gewähren Norwegian Aufschub

Triebwerksprobleme bei den Dreamliners (Boeing B-787) haben Norwegian Air Shuttle zusätzliche Kosten beschert.
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Triebwerksprobleme bei den Dreamliners (Boeing B-787) haben Norwegian Air Shuttle zusätzliche Kosten beschert.

Der finanziell angeschlagene Billigflieger Norwegian Air Shuttle bekommt mehr Zeit, um seine Schulden zu begleichen.

Laut einer Börsenmeldung stimmten einige Gläubiger zu, die Rückzahlung zweier Anleihen im Gesamtwert von 380 Mio. US-Dollar (umgerechnet 344 Mio. Euro) um bis zu zwei Jahre aufzuschieben. Als Pfand hatte Norwegian Air Shuttle Start- und Landerechte am Londoner Flughafen Gatwick angeboten.

"Wir freuen uns über die Entscheidung der Anleihegläubiger, die Anleihen zu ändern, da dies uns in Zukunft zusätzlichen finanziellen Spielraum verschafft", sagte der amtierende Geschäftsführer Geir Karlsen. Er sehe darin eine Unterstützung der Strategie, mit der Norwegian wieder in die Gewinnzone zurückkehren wolle. "Die operative Leistung des Unternehmens verbessert sich weiter, und wir sind auf einem guten Weg, die angestrebten Kostensenkungen von zwei Milliarden norwegischen Kronen (umgerechnet 200 Mio. Euro) im Jahr 2019 zu erreichen."

Die Billig-Airline hatte wegen des hohen Ölpreises, Triebwerksproblemen beim Dreamliner und dem Flugverbot für die B-737max-Flotte von Boeing große Verluste eingeflogen. Einer der Gründer der Fluggesellschaft, der 73-jährige Bjørn Kjos, war am 11. Juli als Konzernchef zurückgetreten.

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