Lufthansa bekräftigt Interesse

Ita Airways öffnet ihre Bücher für Bieter

Ita Airways ist derzeit noch komplett in Staatsbesitz.
Airbus
Ita Airways ist derzeit noch komplett in Staatsbesitz.

Bis Ende Mai können die Bieter, zu denen die Reederei MSC zusammen mit der Lufthansa gehören, ein Angebot vorlegen. Bis Ende Mai können die Bieter, zu denen die Reederei MSC zusammen mit der Lufthansa gehören, ein Angebot vorlegen. LH-Chef Carsten Spohr hat heute noch einmal die Bedeutung des italienischen Marktes für die Lufthansa unterstrichen.

Die staatliche italienische Fluggesellschaft Ita Airways hat im Privatisierungsprozess ihre Bücher für die mitbietenden Unternehmen geöffnet. Das bestätigte ein Sprecher auf Nachfrage.

Der sogenannte Data Room stehe offen. Bis Ende Mai können die Bieter ein Angebot vorlegen, bis Mitte Juni soll es dann eine erste Vereinbarung mit dem Käufer geben.

Derzeit befindet sich die Airline in Staatsbesitz. Medienberichten zufolge bieten neben MSC und Lufthansa auch der Fonds Certares zusammen mit der US-amerikanischen Fluggesellschaft Delta sowie Air France-KLM und auch der Wizz-Air-Investor Indigo Partners. MSC will bei einem Deal die Mehrheit übernehmen und Lufthansa eine Minderheitsbeteiligung halten.

Das Finanzministerium Italiens will Ita nicht ganz verkaufen, sondern zunächst einen Teil behalten. Mitte Oktober 2021 hob die Nachfolgerin der Traditionsfluggesellschaft Alitalia erstmals wieder ab. Das Unternehmen ging deutlich kleiner an den Start, will in den kommenden Jahren aber sein Personal und die Zahl der Flugzeuge aufstocken.

Zu den Ita-Interessenten zählt auch die Lufthansa (LH), die die Bücher der Airline nun gemeinsam mit der Kreuzfahrtanbieter MSC prüft. "Wir interessieren uns, wenn es um Investments geht, um restrukturierte Fluggesellschaften. Das, so glauben wir, ist die Ita", betonte LH-CEO Carsten Spohr jetzt bei einer Telefonkonferenz zu den Zahlen im ersten Quartal. Italien sei in Europa neben der DACH-Region der wichtigste Markt für die LH-Gruppe in Europa. Weltweit seien nur die USA wichtiger.

Welches wirtschaftliches Potenzial das Land bietet, zeige allein schon der Warenaustausch zwischen der Lombardei und Deutschland: Der sei so groß wie der mit Japan, so Spohr. Und während der LH-Konzern im Norden schon gut vertreten sei, würde ein von der Ita betriebenes Drehkreuz im Süden des Landes das Angebot des Airline-Konzerns in Italien strategisch gut ergänzen, unterstrich der oberste Lufthanseat.

Sie müssen sich einloggen oder registrieren, um kommentieren zu können.



stats