Autovermieter stockt auf

Sixt stellt 1000 weitere Mitarbeiter ein

Alexander Sixt referierte die Halbjahreszahlen 2022 am Mittwoch aus der häuslichen Corona-Quarantäne.
Imago / ecomedia/robert fishman
Alexander Sixt referierte die Halbjahreszahlen 2022 am Mittwoch aus der häuslichen Corona-Quarantäne.

Autovermieter Sixt stockt nach der Corona-Krise jetzt seinen Mitarbeiterstamm wieder auf. In den vergangenen zwölf Monaten hat Co-CEO Alexander Sixt bereits 1000 Mitarbeiter eingestellt. Weitere 1000 sollen noch bis Jahresende folgen. Sixt lockt unter anderem mit Gehaltssprung.

Mit den bisherigen Neueinstellungen kommt Sixt damit bereits eigenen Angaben zufolge wieder auf 7305 Mitarbeiter weltweit. Vor der Corona-Krise lag die Zahl bei 8000, wie das Unternehmen bei der Präsentation der Halbjahreszahlen verkündete.


Noch im Laufe des Jahres sollen weitere 1000 Mitarbeiter angeheuert werden. Wie Alexander Sixt auf fvw|TravelTalk-Nachfrage erklärte, würden weltweit neue Mitarbeiter gesucht – in allen Bereichen. Bedarf hat der größte Autovermieter auch in Deutschland, wo unter anderem in den Filialen und im Service-Center Fachkräfte gebraucht würden.

25 Prozent mehr Gehalt für jeden

"Das gelingt ganz gut", versichert Alexander Sixt. Das Unternehmen habe sich bereits früh auf die Suche begeben. Zudem habe man die Löhne "dramatisch erhöht", wie er erklärte: Die Mitarbeiter hätten im Schnitt eine Erhöhung von 25 Prozent gegenüber ihren Gehältern von 2019 erhalten, so Alexander Sixt.

Neue Arbeitsplätze sollen zudem an einem neuen Entwicklungsstandort in Lissabon entstehen. Dort will Sixt bis zum Jahresende 35 Software-Entwickler einstellen. "Perspektivisch sollen dort bis zu 100 Mitarbeiter für Sixt arbeiten", sagte der Co-CEO.

Der Co-Chef des größten deutschen Autovermieters hatte Halbjahreszahlen vorgelegt und dabei neue Rekordwerte bei Umsatz und Ertrag vor Steuern präsentiert. Plan von Sixt ist es, weiterzuwachsen und die Flotte 2023 wieder auf das Vorkrisen-Niveau von mehr als 140.000 Fahrzeugen auszubauen.

Drei Monate länger in der Flotte

Aktuell hält Sixt Autos etwas länger in der Flotte als normal üblich, um die Nachfrage zu bedienen und den Lieferproblemen der Hersteller entgegenzutreten, wie Sixt gegenüber Medienvertretern erklärte. Statt der sonst üblichen sechs Monate können bei Sixt die Fahrzeuge nun schon mal neun Monate alt sein, wenn ein Kunde sie anmietet. Darunter leide die Qualität nicht, so Sixt.

In Deutschland würden 68 Prozent der Flotte aus Premium-Fahrzeugen der Hersteller BMW, Mercedes, Audi und Mini bestehen, weltweit liege die Quote bei 60 Prozent. Plan ist, künftig mehr Elektro-Autos anbieten zu können, sofern die lieferbar seien. Ziel ist laut Sixt-CFO Kai C. Andrejewski, die Quote auf bis zu 18 Prozent zu erhöhen. Wo sie jetzt liegt, wollte er aus Wettbewerbsgründen nicht verraten. Nur so viel: "Wir bieten mehr als der Wettbewerb!" Überprüfbar ist das nur schwer.

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