Auslieferungen von Airbus A-350

Delta und American verschieben Abnahme

Die größte A-350, die Version 1000, absolvierte kürzlich ihren Erstflug.
Airbus
Die größte A-350, die Version 1000, absolvierte kürzlich ihren Erstflug.

Eines der derzeit effizientesten Großraum-Jets ist plötzlich weniger gefragt. Sowohl American Airlines als auch Delta wollen Auslieferungen der A-350 schieben.

Beim Flugzeug-Hersteller Airbus wirbeln die Großkunden aus den USA die Pläne für den neuen Großraumjet A-350 durcheinander. Nach American Airlines entschied sich nun auch Delta Air Lines, einen Teil ihrer bestellten Fernstrecken-Jets später abzunehmen als geplant. Zehn der 25 Maschinen, die das Unternehmen eigentlich in den Jahren 2019 und 2020 in Dienst stellen wollte, sollen nun erst zwei bis drei Jahre später zur Flotte stoßen, wie Delta am Konzernsitz in Atlanta mitteilte. Zur Kompensation ordert der US-Mega-Carrier 30 weitere A-321 für Mittelstrecken.

Die erste A-350 soll allerdings wie geplant im vierten Quartal bei Delta in Dienst gehen, weitere vier solcher Jets sollen noch in diesem Jahr folgen. Die neue Vereinbarung mit Airbus passe besser zum Erneuerungsbedarf der Flotte, sagte Delta-Manager Gil West. Die zusätzlichen Mittelstreckenjets sollen ältere Maschinen auf den Strecken innerhalb der USA ablösen.

Erst Ende April hatte American Airlines angekündigt, alle von ihr georderten A-350 später abzunehmen. Die erste A-350 der Airline soll statt 2018 erst Ende 2020 abheben. American Airlines verschob zudem die Auslieferung zweier Boeing-Jets vom Typ B-787-9 (Dreamliner) auf Anfang 2019, die ursprünglich 2018 abgenommen werden sollten. Die Fluggesellschaft kappt damit ihre Investitionen für die kommenden Jahre. (dpa)

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