Aufschwung

Singapore Airlines setzt auf FRA und MUC

Noch setzt Singapore Airlines auf der Frankfurt-Route auch einen Airbus 380 ein. Das soll sich zum Frühjahr jedoch ändern.
Singapore Airline
Noch setzt Singapore Airlines auf der Frankfurt-Route auch einen Airbus 380 ein. Das soll sich zum Frühjahr jedoch ändern.

Singapore Airlines meldete zuletzt wieder Rekordzahlen. In Deutschland allerdings bleibt das Angebot des asiatischen Carriers auch 2023 noch unter Vorkrisenniveau.

Drei bis maximal vier Jahre bleiben die Country Manager von Singapore Airlines (SIA) normalerweise an einem Standort. Gemessen daran hat Alastair Hay-Campbell schon mehr als die Hälfte seiner Amtszeit als Chef für die drei deutschsprachigen Märkte hinter sich. Viel bewegen konnte Hay-Campbell in dieser Zeit bislang nicht, wegen der Corona-Pandemie war vor allem Krisenmanagement angesagt.

Mittlerweile allerdings hat SIA die Krise hinter sich gelassen. "In Europa ist sie für uns vorüber", betont Hay-Campbell. Als Unternehmen insgesamt sei Singapore Airlines allerdings noch nicht wieder da, wo die Fluggesellschaft vor Ausbruch der Pandemie war.

Dabei hatte die Airline jüngst beachtliche Zahlen gemeldet. So erzielte SIA im Ende September abgeschlossenen ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2022/23 mit umgerechnet 888 Mio. Euro einen Rekordgewinn. Der Umsatz legte im Vergleich zum entsprechenden Vorjahreszeitraum um fast 200 Prozent auf umgerechnet knapp acht Milliarden Euro zu. Gemeinsam beförderten Singapore Airlines und deren Billigflugtochter Scoot in den ersten sechs Monaten 11,4 Mio. Passagiere – das 13-Fache gegenüber dem entsprechenden Vorjahreszeitraum.

Wie der deutsche Markt sowie Europa insgesamt abgeschnitten haben, verrät Hay-Campbell nicht. Dass die Geschäfte nicht allzu schlecht gelaufen sind, darauf deutet zumindest eine Auslastung der SIA-Flugkapazitäten in Europa von jüngst beeindruckenden 91 Prozent hin. Neben Leisure-Gästen nehmen dabei mittlerweile auch wieder zunehmend Geschäftsreisende in den Kabinen der SIA-Jets Platz.

Kapazitäten noch nicht auf Vorkrisen-Niveau

Dabei sind die Kapazitäten nach wie vor geringer als vor der Corona-Krise. So beschränkt sich das Deutschland-Angebot von SIA auf zwei tägliche Flüge ab Frankfurt nach Singapur und einen täglichen Dienst ab München. Hinzu kommt die tägliche Verbindung von Frankfurt nach New York.

Düsseldorf wird dagegen nach wie vor nicht bedient. Die Verbindung war wie zunächst auch die Frankfurt- und München-Dienste wegen der Pandemie eingestellt worden. Pläne, die Rhein-Metropole wieder in den Flugplan aufzunehmen, gibt es derzeit nicht. Hay-Campbell: "Wir sind mit Frankfurt und München gut aufgestellt."

Eine Änderung wird es 2023 allerdings auf der Strecke von Frankfurt nach New York geben: Dort wird der seit März 2022 wieder eingesetzte Airbus 380 Mitte Mai durch eine kleinere Triple Seven ersetzt. Der größere Airbus-Jet wechselt dann auf die stärker nachgefragten Australien-Routen.

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