Auf der Streichliste

Deutsche Bahn stellt Partner-Bahncard ein

So wirbt die Bahn mitunter für ihre Bahncards.
DB AG
So wirbt die Bahn mitunter für ihre Bahncards.

Die Deutsche Bahn sucht nach Sparpotenzial und ist bei der Partner-Bahncard fündig geworden. Sie wird zum 1. April 2022 ersatzlos gestrichen. Was Reisenden dadurch entgeht.

Die Deutsche Bahn schafft die sogenannte Partner-Bahncard ab. Die Bahncard gab es zum ermäßigten Preis, wenn ein im gleichen Haushalt lebender Partner schon über eine Bahncard verfügt hat. Ehe- und Lebenspartnerinnen und -partner konnten dann statt für 234 für 117 Euro eine Bahncard 50 für die zweite Klasse erhalten. Bei der Bahncard 25 gab es für den Partner immerhin noch eine Ersparnis von gut einem Drittel gegenüber dem Normalpreis. Sie kostet 37,90 statt 56,90 Euro.



Damit ist zum 1. April Schluss. Das geht aus den Allgemeinen Beförderungsbedingungen der Deutschen Bahn hervor, die am heutigen Mittwoch aktualisiert wurden. Immerhin: "Alle am 31.03.2022 gültigen Partnerkarten verlängern sich nach Ablauf ihrer Geltungsdauer einmalig um ein weiteres Jahr zum aktuell gültigen Preis, sofern sie nicht fristgerecht gekündigt werden", ist in dem Vertragswerk zu lesen.

Auswahl an Bahncards sinkt

Treue Kunden müssen folglich erst 2023 mehr zahlen. Laut Deutscher Bahn ist das Angebot nur wenig genutzt worden. Gerade mal drei Prozent der Bahncard-Kunden hätten eine Partnerkarte. Der Fahrgastverband Pro Bahn kritisiert den Schritt: Die Bahn stoße damit 100.000 treuen Kunden vor den Kopf.

Kunden, die sich eine Partner-Bahncard zu den bisherigen Konditionen sichern wollen, müssen schnell sein. Bis zum 31. März 2022 sind die Karten noch im Angebot.



Preisnachlässe bietet die Deutsche Bahn auch künftig noch an. So gibt es eine Senioren-Bahncard für Reisende mit einem Alter von mindestens 65 Jahren. Auch junge Menschen im Alter von sechs bis einschließlich 26 Jahren können von einer vergünstigten Bahncard profitieren.
2 Kommentare Kommentieren

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2.
Andreas Schlehuber
Erstellt 18. März 2022 08:45 | Permanent-Link

Zitat:*Gerade mal drei Prozent der Bahncard-Kunden hätten eine Partnerkarte*.
Dann frage ich mich, wo hier das Sparpotential ist? Das Angebot hilft doch, die einen oder anderen Reisenden von der Bahn auf die Schiene zu bringen. Außerdem war es eine werbewirksame Aussage PRO-BAHN.

1.
Hans Meixner
Erstellt 16. März 2022 12:20 | Permanent-Link

Soviel zum Umsteigen auf öffentliche Verkehrsmittel und Klimaschutz. Wenn es schon nur 3 Prozent waren, warum beendet man dieses Angebot? Die Seniorenkarte sollte man auch schon ab Alter 60 Jahren anbieten.



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