Alitalia-Nachfolger

Lufthansa strebt Ita-Beteiligung an

Ita Airways will eine Flotte ganz aus modernen Airbus-Jets betreiben.
Airbus
Ita Airways will eine Flotte ganz aus modernen Airbus-Jets betreiben.

Lufthansa will sich Medienberichten zufolge an dem Alitalia-Nachfolger Ita Airways beteiligen und soll ein entsprechendes Angebot abgegeben haben.

Laut einem Bericht der Tageszeitung "Il Messaggero" will der Lufthansa-Konzern sich mit bis zu 40 Prozent an der jungen italienischen Fluggesellschaft, die ganz offiziell nach Partnern sucht, beteiligen. Bisher hatte Lufthansa, die schon mit Vorgänger Alitalia in Gesprächen war, lediglich Interess an einer kommerziellen Partnerschaft – etwa an einem Codeshare-Abkommen – in Aussicht gestellt. Doch Ita, die bereits etliche Codeshare-Kooperationen mit anderen Fluggesellschaften eingegangen ist, wünscht sich eine engere Verknüpfung. Lufthansa selbst will sich Berichten zufolge nicht zu dem Thema äußern.

Delta als Konkurrent


Ita hatte sich unmittelbar nach Aufnahme des Flugbetriebs auf die Suche nach einem Airline-Partner begeben. "Es wäre falsch, eigenständig zu bleiben, weil wir im Vergleich zu den drei großen in Europa tätigen Airline-Gruppen immer zu klein wären", so der Ita-Verwaltungsratschef Alfredo Altavilla gegenüber dem "Handelsblatt".

Die neue italienische Airline hatte am 15. Oktober 2021 die seit Jahren finanziell angeschlagene Alitalia abgelöst. Die neue Fluggesellschaft übernahm lediglich jeden vierten Mitarbeiter und 52 Flugzeuge. Mit denen verkehrt sie aktuell zu 48 Destinationen.

Die Schuldenlast von Vorgänger Alitalia übernahm Ita Airways indes nicht. Zudem investiert Ita in Flugzeuge vom Typ Airbus 220, 320neo und 330neo sowie in A350-Jets. Das kommt bei Lufthansa offenbar an.

Spannender Markt für Interkont-Flüge


Ein Investment in Ita ist attraktiv, weil der italienische Markt vielversprechend ist und neues Interkont-Geschäft möglich macht. Auch der US-Mega-Carrier Delta Air Lines soll großes Interesse an einer Beteiligung haben. Mit ihr hat Ita bereits ein umfassendes Codeshare-Abkommen geschlossen. Die Fluggesellschaften Air France, KLM und Delta hatten zuvor schon eng mit Alitalia zusammengearbeitet. Gemeinsam gehörten sie dem weltweiten Luftfahrtbündnis Skyteam an, dem auch Ita Ende 2021 beigetreten ist, angeblich aber erst einmal nur befristet für ein Jahr.

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