Airport-Auto beschädigt Jet

Airline muss für Verspätung zahlen

Immer wieder rammen Vorfeldfahrzeuge geparkte Flugzeuge.
Fraport AG
Immer wieder rammen Vorfeldfahrzeuge geparkte Flugzeuge.

Wie weit die Haftung einer Fluggesellschaft gegenüber ihren Passagieren geht, zeigt ein bemerkenswertes neues Urteil. Selbst wenn das eigene Unternehmen durch Dritte beschädigt wird, kann die Airline für längere Verspätungen in Regress genommen werden.

Bei massiven Flugverspätungen steht Reisenden in den meisten Fällen eine Ausgleichszahlung der Fluggesellschaft zu. Das gilt auch dann, wenn der Grund für die Verspätung die Beschädigung des Flugzeugs durch ein Fahrzeug des Flughafen-Betreibers war. Das hat das Landgericht Frankfurt entschieden (Aktenzeichen 2-24 S 51/15). Über den Fall berichtet die Deutsche Gesellschaft für Reiserecht in ihrer Zeitschrift „Reise Recht aktuell“.

In dem verhandelten Fall war ein Flug von Frankfurt nach Windhoek rund 13 Stunden verspätet. Als Grund führte die Airline an, dass ein nicht ausreichend gesichertes Fahrzeug des Flughafen-Betreibers in Frankfurt mit dem Flugzeug kollidiert war. Dadurch seien umfangreiche Reparaturen notwendig geworden.

Sowohl das Amtsgericht als auch das Landgericht sprachen allerdings der klagenden Passagierin eine Ausgleichszahlung zu. Es liege kein außergewöhnlicher Umstand vor, der die Airline von der Zahlungspflicht entbunden hätte. (dpa)

Sie müssen sich einloggen oder registrieren, um kommentieren zu können.



stats