Air-Berlin-Insolvenz

Geschäftsleute fliegen teurer

Air Berlin hat im Zuge der Insolvenz schon zahlreiche Verbindungen – hier ein auf Fernflügen eingesetzter Airbus A-330 – gestrichen.
Air Berlin
Air Berlin hat im Zuge der Insolvenz schon zahlreiche Verbindungen – hier ein auf Fernflügen eingesetzter Airbus A-330 – gestrichen.

Geschäftsreisende spüren die Insolvenz bereits, wenn es um die Ticketpreise geht. Das sagt zumindest der Geschäftsreise-Verband VDR.

Die Insolvenz der Air Berlin macht sich nach Beobachtung des Geschäftsreise-Verbands VDR bereits in den Ticketpreisen bemerkbar. „Wir haben Rückmeldungen von unseren Mitgliedsunternehmen, dass es schon jetzt die Tendenz zu Preiserhöhungen gibt“, sagte Vizepräsident Ralph Rettig der „Stuttgarter Zeitung“ und den „Stuttgarter Nachrichten“.

Der Verband Deutsches Reisemanagement (VDR) erläuterte, dass Firmen nun tiefer in die Tasche greifen müssen, wenn sie für ihre Mitarbeiterflüge Air Berlin meiden und beispielsweise mit der Lufthansa verhandeln. Beziffert wurden die Preissteigerungen nicht.

Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt warnte schon unmittelbar nach dem Insolvenz-Antrag der Air Berlin vor einem Lufthansa-Monopol auf bestimmten Strecken. Dem deutschen Marktführer werben im Bieterkampf um Air Berlin gute Chancen beigemessen. Bei innerdeutschen Flügen hat sie dem Zentrum zufolge schon jetzt einen Marktanteil von knapp 72 Prozent, bei den Europa-Flügen von deutschen Flughäfen einen Anteil von 36 Prozent. (dpa)

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