Air Berlin

Bürgschaftsentscheidung wird lange dauern

Air Berlin fliegt seit Jahren Verluste ein.
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Air Berlin fliegt seit Jahren Verluste ein.

Nach dem geplatzten Deal von TUIfly und Niki steht Air Berlin derzeit verstärkt im Fokus. Zu der Bürgschaftsanfrage der Airline hat sich nun auch die Bundesregierung geäußert. Verbraucherschützer stellen Forderungen.

Die Bundesregierung erwartet keine kurzfristige Entscheidung über eine Bürgschaft für die finanziell angeschlagene Fluggesellschaft Air Berlin. „Es wird einige Wochen bis Monate dauern“, sagte eine Sprecherin des Wirtschaftsministeriums am Montag in Berlin. Die Airline hatte in der vergangenen Woche bei den Landesregierungen von Berlin und Nordrhein-Westfalen eine Voranfrage auf Prüfung eines Bürgschaftsantrags gestellt. Diese Anfrage wird jetzt gemeinsam vom Bund und den beiden Landesregierungen geprüft.

Der Verbraucherzentrale Bundesverband (Vzbv) fordert wiederrum eine Garantie der Airline. „Sollten sich die Länder Berlin und Nordrhein-Westfalen entschließen, Air Berlin mit einer Bürgschaft zu helfen, braucht es mindestens die Zusage von Air Berlin, für die Einhaltung des Flugplans zu garantieren. Für die Air-Berlin-Kunden darf es keine weiteren bösen Überraschungen geben“, sagte der Vzbv-Vorstand Klaus Müller.

Müller weiter: „Verbraucher dürfen nicht im Unklaren über ihre zum Teil lange im Voraus gebuchten und bezahlten Flüge gelassen werden. Die Bundesregierung muss eine nationale oder europäische Lösung dafür finden, dass im Voraus gezahlte Kundengelder im Falle von Flugbuchungen vor Insolvenz geschützt sind. Airlines sollten grundsätzlich gesetzlich verpflichtet werden, eine Insolvenzversicherung zugunsten der vorausbezahlten Kundengelder abzuschließen, wie es bereits bei Pauschalreise-Anbietern seit über zwanzig Jahren der Fall ist.“ (dpa/ASC)

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