Air Berlin

BER-Nachtflugverbot wäre Rückschlag

Air Berlin CEO Stefan Pichler ist „not amused“ über die neuen Vorstöße, am BER ein längeres Nachtflugverbot einzuführen.
Lenthe/touristik-foto.de
Air Berlin CEO Stefan Pichler ist „not amused“ über die neuen Vorstöße, am BER ein längeres Nachtflugverbot einzuführen.

Das von Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke ins Spiel gebrachte Nachtflugverbot am neuen Hauptstadt-Flughafen gerät in die Kritik. Air-Berlin-Boss Stefan Pichler ist besorgt.

Air Berlin macht sich Sorgen über ein verlängertes Nachtflugverbot am künftigen Hauptstadt-Flughafen (BER) in Schönefeld. Die hoch verschuldete Fluggesellschaft arbeite „gerade mit aller Kraft an ihrer Zukunftssicherung. Der neue Hauptstadt-Flughafen spielt für die weitere Entwicklung unseres Drehkreuzes eine zentrale Rolle“, sagte Vorstandschef Stefan Pichler der Deutschen Presse-Agentur in Berlin. „Die weitere Beschneidung der Betriebszeiten des BER wäre für die Expansionspläne von Air Berlin ein herber Rückschlag“, fügte er hinzu.

Die Diskussion über ein erweitertes Nachtflugverbot hatte Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) am Montag wiederbelebt. „Wir wollen den Menschen mehr Nachtruhe verschaffen“, sagte er im Sonderausschuss des Landtags und kündigte an, über die Nachtflugregeln neu mit dem Land Berlin und dem Bund verhandeln zu wollen. Beide sind wie das Land Brandenburg Eigentümer der Flughafen-Gesellschaft.

Auf konkrete Zeiten für ein Nachtflugverbot wollte Woidke sich nicht festlegen. Nach dem Planfeststellungsbeschluss gilt für den künftigen Airport ein Flugverbot von Mitternacht bis 5 Uhr. Die Fluggesellschaft Air Berlin hatte Ende September angekündigt, sich im Zuge ihres Umbaus auf das Kerngeschäft mit den beiden Drehkreuzen Berlin und Düsseldorf konzentrieren zu wollen. (dpa)

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