Air Berlin | TUIfly (Update)

Weitere Flugausfälle angekündigt

Von den Flugausfällen definitiv nicht betroffen: Die Langstrecken-Flüge mit Airbus A-330 der Air Berlin.
Flughafen Düsseldorf
Von den Flugausfällen definitiv nicht betroffen: Die Langstrecken-Flüge mit Airbus A-330 der Air Berlin.

Die Kranheitswelle unter den hochgradig verunsicherten Crews der TUIfly rollt weiter, für Donnerstag sind mittlerweile 47 Flüge gecancelt. Die 14 für Air Berlin eingesetzten Jets sind davon ebenso betroffen.

Air-Berlin-Kunden müssen sich auf weiteres Ungemach einstellen. Nach dpa-Informationen aus Branchenkreisen rechnet Air Berlin mit weiteren Flugausfällen infolge kurzfristiger Krankmeldungen von Crews ihres Partners TUIfly.

„Air Berlin entschuldigt sich aufrichtig für die Unannehmlichkeiten, die ihren Passagieren aktuell durch Flugstreichungen und Verspätungen entstehen“, heißt es in einem Statement. „Wir arbeiten mit unserem Partner TUIfly unter Hochdruck daran, um die Situation zu lösen und die Unannehmlichkeiten auf ein Minimum zu reduzieren.“ Fluggäste würden gebeten, sich im Internet über den Status ihres Fluges unter airberlin.com/flugstatus zu informieren.

In Branchenkreisen hieß es, bei Air Berlin sei man vor allem darüber ungehalten, dass die Flugausfälle viele Fluggäste unvorbereitet träfen. Air Berlin hatte am Mittwoch knapp jeden zwanzigsten Flug streichen müssen. Betroffen waren der Airline zufolge 32 von insgesamt 696 Flügen. Grund seien Crew-Engpässe bei TUIfly, die zum Teil kurzfristig gemeldet würden – ein Drittel der TUI-Flotte fliegt samt Besatzung für Air Berlin.

Bei TUIfly wurden für den heutigen Donnerstag zunächst 28 Flüge von Abflughäfen im In- und Ausland annulliert. Auf ihrer Website stellt die Airline auch diejenigen Flüge dar, die „zum jetzigen Stand“ durchgeführt würden. Außerdem habe man sich „zusätzliche Flugkapazität“ gesichert.

(Update) Von 110 vorgesehenen Flügen muss TUIfly 47 Flüge ersatzlos streichen, wie die Airline aus Hannover nun in einer Erklärung bekannt gibt. Die Flüge werden annulliert, obwohl die Fluggesellschaft versucht hat, Ersatz zu beschaffen: „Das Unternehmen hat heute 18 zusätzlich gecharterte Flugzeuge anderer Airlines für TUIfly im Einsatz“, heißt es in der Mitteilung.

Bereits an den beiden Vortagen hatte es bei 30 Prozent der TUIfly-Flüge verspätete Starts gegeben, weil sich plötzlich viele Crews krank gemeldet hatten. Die kurzfristigen Krankmeldungen bei TUIfly machten es unmöglich, alle betroffenen Kunden frühzeitig zu informieren, teilte die Airline mit.

Bei TUIfly steht ein tiefgreifender Umbau bevor, die Mitarbeiter befürchten Job-Verluste. Geplat ist, TUIfly mit einem Teil der Flotte von Air Berlin und deren Tochter Niki zusammenzulegen. „Die massiven kurzfristigen Krankmeldungen der Kabinen- und Cockpit-Mitarbeiter schaden Kunden und Mitarbeitern in hohem Maße“, hieß es in einer Erklärung von TUIfly. (dpa/KH)

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