Reisebüro-Vergütung

TUI bessert bei Provision auf Flex-Tarif nach

Hubert Kluske ist Vertriebs- und Marketingchef der TUI. In einem Rundschreiben informiert er Reisebüros unter anderem darüber, dass beim Flex-Tarif künftig zwischen Charter- und Linienflügen unterschieden wird.
Christian Wyrwa
Hubert Kluske ist Vertriebs- und Marketingchef der TUI. In einem Rundschreiben informiert er Reisebüros unter anderem darüber, dass beim Flex-Tarif künftig zwischen Charter- und Linienflügen unterschieden wird.

TUI verbessert die Konditionen, zu denen Reisebüros den Flex-Tarif verkaufen können. Die neuen Regeln gelten bereits vom morgigen 6. Oktober an, wie Vertriebschef Hubert Kluske in einer Mail mitteilt.

Reisebüros erhielten ab diesem Datum mehr Provision für alle Neubuchungen, teilt der Veranstalter in einem Rundschreiben an Reisebüros mit. Dies gelte auch im Stornofall.


Konkret erhalten die Vertriebspartner auf das Entgelt für den Flex-Tarif ihre individuelle Leistungsprovision gemäß der Vertriebskonditionen 2021/22. Zudem erhalten sie bei Stornierung anstelle der Leistungsprovision 50 Prozent des Entgelts für den Flex-Tarif.

Das Entgelt für den Flex-Tarif wird vom 6. Oktober an im Stornofall nicht mehr an den Kunden ausgezahlt.

Weiter heißt es in dem Schreiben: "Die Preisstaffeln pro Vorgang haben wir aufgrund Ihrer Rückmeldungen angepasst und im unteren Preissegment an die Marktverhältnisse angehoben sowie im oberen Preissegment gesenkt. Das Beste: Iris Plus bietet Ihnen weiterhin immer genau das zum ausgewählten Angebot passende Flex-Tarif-Entgelt an. Das wird durch die folgende Neuerung umso praktischer."

Zuvor hätten Reisebüros der TUI mitgeteilt, dass der Flex-Tarif zwar ein wichtiges Verkaufsargument sei, heißt es in dem Schreiben weiter. Die Provision für das Extra stehe jedoch nicht in Relation zur notwendigen Beratungsleistung.

Unterscheidung nach Flügen

Außerdem unterscheidet TUI bei den Flex-Tarifen künftig zwischen Charter- und Linienflügen. Für Buchungen mit Charterflug und Nur-Hotel-Angebot gilt: Gebührenfreie Umbuchung oder Stornierung bis einschließlich 15 Tage vor Anreise. Für Buchungen mit Linienflug gilt: Gebührenfreie Umbuchung oder Stornierung bis einschließlich 29 Tage vor Anreise.

Die längere Frist bei Linienflügen sei den Ticketausstellungsfristen geschuldet, teilt TUI mit. "In der Kommunikation sprechen wir ab sofort von einschließlich 15 beziehungsweise 29 Tagen, da die bisherige Aussage 'bis 14 Tage vor Anreise' immer wieder zu Rückfragen und falschen letzten Umbuchungs- und Stornotagen führte", heißt es in dem Schreiben.
 
Ansonsten bleibe alles gleich: Der Flextarif gelte für TUI- sowie Airtours-Paket- und Bausteinreisen. Bearbeitet werden könne ein gesamter Vorgang eingeständig und gebührenfrei in Iris Plus, wo auch Umbuchungen und Stornierungen möglich seien. Bereits am Einbuchungstag erhalte der Nutzer die entsprechende Flex-Tarif-Notiz.

3 Kommentare Kommentieren

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2.
Siegrid Lehnst
Erstellt 5. Oktober 2021 15:09 | Permanent-Link

Das finde ich, ist fair gegenüber den Reisebüros. Mich hat sowieso gewundert, dass für ein abgesichertes Risiko bei Inanspruchnahme, auch noch die Flexgebühr erstattet wird. Das Reisebüro für seine viele Mehrarbeit aber wieder leer ausgeht.
Siegrid Lehnst

1.
Dietmar F.K. Jaschinski
Erstellt 5. Oktober 2021 08:57 | Permanent-Link
bearbeitet

Das ist wenigstens einmal eine gute Nachricht von der TUI für die Reisebüros. Die Erwartungen sind diesbezüglich bisher sehr minimiert worden. Weiter so, insbesondere in der besseren Erreichbarkeit, würde dem stationären Vertrieb, auch der TUI noch sehr helfen – gerade jetzt im Oktober 2021.

Hubert Kluske
Erstellt 5. Oktober 2021 13:04 | Permanent-Link

@Dietmar F.K. Jaschinski: Lieber Herr Jaschinski, vielen Dank für Ihr positives Feedback, das mich freut. An der Verbesserung der Erreichbarkeit arbeiten wir weiter. Grüße aus Hannover Hubert Kluske



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