Terroranschlag 2015 in Sousse

TUI UK einigt sich mit Angehörigen der Opfer

Der Reisekonzern hat sich mit der Anwaltskanzlei der britischen Familien der Opfer des Terroranschlags in Tunesien aus dem Sommer 2015 geeinigt. Dies bedeutet kein Schuldeingeständnis.

Bei dem Anschlag eines islamistischen Terroristen am 26. Juni 2015 in Port El-Kantaoui in der Nähe von Sousse kamen 38 Menschen ums Leben, darunter 30 Briten und drei Urlauber aus Irland. Da der Anschlag unter anderem vor einem damaligen Riu-Hotel stattfand, waren vor allem TUI-Gäste betroffen. Die Familien von 22 britischen Opfern beauftragten die Rechtsanwaltskanzlei Irwin Mitchell mit der Vertretung ihrer finanziellen Ansprüche. Sie warfen TUI vor, ihre Kunden nicht ausreichend geschützt zu haben.

Nun hat TUI mit den Klägern und ihrem Vertreter Irwin Mitchell einen Vergleich gefunden. Das teilt Irvwin Mitchell in einem gemeinsam mit TUI verfassten Statement auf der Website der Kanzlei mit. Hierbei handele es sich um einen Vergleich ohne des Eingeständnisses von Schuld oder Haftung der TUI, betont der Touristikkonzern. Details zu den Zahlungen werden nicht genannt.

"TUI ist sich bewusst, wie schwierig es sein muss, einen solch schrecklichen Vorfall zu überwinden, hofft aber, dass der heutige Tag den Betroffenen die Möglichkeit gibt, damit zu beginnen", heißt es.  Die Terrormiliz Islamischer Staat reklamierte die Tat für sich. Überlebende und Angehörige sahen die Verantwortung für die Sicherheit in dem Hotel bei TUI. Eine amtliche Untersuchung zum Tod der 30 gestorbenen Briten stellte 2017 in Großbritannien allerdings keine Fahrlässigkeit aufseiten des Veranstalters oder des Hotels fest.

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