One Voice | Portrait

Veranstalter-Initiative lädt Vertrieb zum Live-Talk

Live im One Voice-Talk am 19. März um 15 Uhr auf fvw.de: Berend Rieckmann und Christiane Blaeser, die Gründer der Initiative für kleine und mittelständische Veranstalter.
PR
Live im One Voice-Talk am 19. März um 15 Uhr auf fvw.de: Berend Rieckmann und Christiane Blaeser, die Gründer der Initiative für kleine und mittelständische Veranstalter.

Miteinander, nicht gegeneinander: Die Initiatoren des Veranstalter-Netzwerks One Voice erklären im ersten One Voice-Talk am 19. März, wie sie ein neues Miteinander zwischen Reisemittlern und Veranstaltern etablieren wollen.

Gerade in Krisenzeiten treten schwelende Konflikte besonders zutage. So auch in der Touristik: Seit Beginn der Corona-Pandemie hatte es zwischen Veranstaltern und Vertrieb arg geknirscht. Gestritten wurde öffentlich über den Zeitpunkt von Provisionszahlungen, Stornobedingungen und Servicegebühren, den Umgang mit Kundendaten und die schlechte Kommunikation.

One Voice-Talk am 19. März um 15 Uhr
Der erste One Voice-Talk mit den beiden Ideengebern und Vollblut-Touristikern Christiane Bläser und Berend Rieckmann startet am Freitag, 19. März um 15 Uhr. Hier gibt es mehr Infos.
Christiane Blaeser (Conneccted Events & Live Marketing in Hennef) war lange Zeit Event-Chefin von DER Touristik. Berend Rieckmann (Rieckmann Creative Solutions in Grevenbroich) ist Berater für Leistungsträger, Destinationen und den stationären Vertrieb, davor führte er zwei Werbeagenturen.

"Viele kleine und mittelständische Veranstalter sahen sich mit den Forderungen der Reisebüros konfrontiert und fühlten sich missverstanden, wussten aber auch nicht, wie sie darauf angemessen reagieren sollten", erinnert sich die Kommunikationsexpertin Christiane Blaeser an viele Anfragen aus dem Frühsommer vergangenen Jahres.
„Reisebüros und Veranstalter haben beide das gleiche Ziel: Sie wollen Standards und einen fairen Austausch.“
Christiane Blaeser, One-Voice-Mitbegründerin

Gemeinsam mit dem Marketing-Berater Berend Rieckmann kam Blaeser auf die Idee einer Brancheninitiative: One Voice – "mit einer Stimme sprechen" – will die Interessen kleiner und mittelständischer Veranstalter bündeln und sie mit den Wünschen des Vertriebs abgleichen. Ziel sei es, eine "gute, solide Basis für die zukünftige Zusammenarbeit zwischen Veranstalter und Mittler" zu schaffen, so Rieckmann, schließlich sitze man im gleichen Boot und sei aufeinander angewiesen. Zwingende Voraussetzung für den "Erhalt und die positive Entwicklung dieser Partnerschaft" sei darum der "Austausch auf Augenhöhe".

Offenbar trifft dieser Kurs den Nerv der Zeit. Schon bei den ersten One-Voice-Workshops fiel Christiane Blaeser positiv auf, dass sich beide Gruppen nach einer gemeinsamen Lösung sehnten. "Alle hatten das gleiche Interesse und das gleiche Ziel: Sie wollen Standards und einen fairen Austausch", sagt Blaeser. "Ein tolles Ergebnis der Workshops war zum Beispiel, dass die kleinen Veranstalter von sich aus angeboten haben, beim Beratungstermin im Reisebüro dabei zu sein. Das können die großen Veranstalter nicht anbieten."

One Voice bündelt die Interessen

Mittlerweile wird die Initiative vom ASR, der Kooperation AER, dem Forum anders reisen und dem Online-Verband VIR unterstützt. 60 Anbieter sind an Bord, von relativen Schwergewichten wie Chamäleon bis zu kleinen Spezialisten wie Canada Dream Tours. Vor allem die "Kleinen" erhoffen sich durch das Netzwerk mehr Sichtbarkeit und Stellenwert.

Für Aufsehen im Vertrieb sorgte One Voice erstmals mit dem sogenannten Fair Deal. Dieser soll laut  Rieckmann "die Grundlage für ein neues Miteinander" werden. Das Elf-Punkte-Manifest liefert gemeinsame Lösungen für die altbekannten Problemfelder. Bisher haben rund 20 Veranstalter den Fair Deal unterschrieben. Blaeser: "Wir wollten keine Forderungen stellen, sondern nach vorn schauen und gemeinsam einen fairen Deal finden, in dem sich beide Seiten wiederfinden und mit dem alle arbeiten können."
Das sind die Inhalte des Fair Deal
  • Grundprovision von zehn Prozent ab der ersten Buchung
  • Volle Provision auf Storno
  • Provisionszahlung direkt nach Restzahlung des Kunden (Ausnahme Gruppen)
  • Vergütung bei Absage von Gruppenreise
  • Kunde bleibt bei dem, der ihn akquiriert hat
  • Gemeinsame Kundenberatung, etwa über Zoom oder Skype
  • Bei Direktbuchung beim Veranstalter Verweis an den Mittler
  • Standardisierte Krisenkommunikation
  • Quartalsgespräche zwischen Mittlern und Veranstaltern
  • Preferred-Partner-Programm
  • Gemeinsames Kommunikationsportal

Sie können diese Nachricht nicht mehr kommentieren.

stats