One Voice | Portrait

Highländer Reisen will hoch hinaus

Beste Freunde, junge Väter, Co-Geschäftsführer und Wander-Fans: Christoph Winkels und René Verkaar vom Spezialisten Highländer Reisen aus Köln.
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Beste Freunde, junge Väter, Co-Geschäftsführer und Wander-Fans: Christoph Winkels und René Verkaar vom Spezialisten Highländer Reisen aus Köln.

Beim Spezialisten für Wanderreisen aus Köln trotzen zwei junge Co-Geschäftsführer der Corona-Krise. Was sich die langjährigen Freunde von der Brancheninitiative One Voice erhoffen, ist mehr Vertrauen und Spaß zwischen Veranstaltern und Reisebüros.

Bislang sei immer alles gut gegangen, was er gemeinsam mit Christoph Winkels (38) angepackt habe, sagt René Verkaar (37). Daran soll auch die Corona-Krise nichts ändern.

Seit Januar 2019 sind Winkels und Verkaar Inhaber und Co-Geschäftsführer von Highländer Reisen aus Köln. Die Freunde kennen sich schon aus Gymnasialzeiten in Mönchengladbach. Es war die Leidenschaft für Aktivreisen, die sie früh verband, in viele Länder führte und auch viele Jahre später dazu bewog, sich zu verschulden, um den 1993 gegründeten Wanderspezialisten zu übernehmen.

Das Premierenjahr verlief gut. Prägend war die Einführung eines neuen Buchungssystems und einer neuen Website. Das zweite Jahr begann stark: Besonders gefragt waren Irland, Schottland und Norwegen, Kanadas Osten war im Kommen.
Seine Liebe fürs Wandern entdeckte René Verkaar (hier in Norwegen) nach dem Abitur auf einer Reise mit seinem Vater auf dem West Highland Way in den schottischen Bergen.
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Seine Liebe fürs Wandern entdeckte René Verkaar (hier in Norwegen) nach dem Abitur auf einer Reise mit seinem Vater auf dem West Highland Way in den schottischen Bergen.

Drei Reisen im ersten Corona-Jahr

Dann kam die Corona-Krise. Nur drei Reisen – zwei auf die Färöer-Inseln, eine nach Nord-Norwegen – fanden statt. Der Umsatz brach um über 95 Prozent ein. Man schickte alle acht Mitarbeiter nahezu vollständig in Kurzarbeit.

Zwölf-Stunden-Schichten im Büro am Kölner Dom waren für die jungen Familienväter die Regel. "Wir fuhren auf der letzten Rille", erinnert sich Vertriebs- und Vermarktungschef Verkaar.

Doch die harte Zeit hatte auch etwas Gutes: Durch die stete Erreichbarkeit und die offene Kommunikation konnte man viel Kundenvertrauen aufbauen. "Das war megawichtig", sagt Verkaar, der Sportökonomie studiert hat und vor Highländer bei SKR den Reisebüro-Vertrieb leitete.

Highländer hofft noch auf das Wintergeschäft

Jetzt hofft man auf die Kehrtwende. Vielleicht ja schon zu den Nordlicht-Reisen oder für Deutschland und Skandinavien. Neue Ziele wie Kreta und Korfu, die Azoren oder Italien sind bereits in Arbeit. Und: Einige Anfragen trudeln wieder ein. Verkaar: "Das tut gut."
Zimmermann, Geograf, Kanada-Fan: Christoph Winkels (hier vor 17 Jahren in Ontario) startete einst als Praktikant bei Highländer. Seine Leidenschaft ist die Produktentwicklung.
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Zimmermann, Geograf, Kanada-Fan: Christoph Winkels (hier vor 17 Jahren in Ontario) startete einst als Praktikant bei Highländer. Seine Leidenschaft ist die Produktentwicklung.

Winkels ist für die Produktentwicklung zuständig. Der gelernte Zimmermann und Diplom-Geograf fing 2010 als Praktikant bei Highländer an, wurde Reiseleiter, bis er seine Berufung als Produktentwickler fand. Winkels liebt die Recherche und das Finetuning, schätzt die gute Dramaturgie einer Reise. Schon damals plante er die gemeinsamen Trips mit Verkaar.

Schauspieler als Reiseleiter

Viel Wert legt Winkels auf die Reiseleiter. Rund 50 sind es. Die meisten stammen aus den Destinationen und "aus den komischsten Bereichen", sagt er: Lehrer, Schauspieler, ITler, Biologen. "Wir mögen es speziell. Unsere Guides sind super authentisch, eckig und kantig und haben einfach Bock auf ihren Job, auch weil viele es nicht Vollzeit machen."

Seit die Jungunternehmer das Sagen haben, setzen sie auf den Vertrieb: Verkaufshilfen, Webinare, zwölf Prozent Grundprovision. 500 Agenturen zählen zum Netzwerk, ihr Buchungsanteil steige stark, meint Verkaar. "Wir fordern viel Feedback, setzen aber auch viel um."

Mehr Freude bei der Zusammenarbeit erwünscht

Von One Voice erhofft sich Verkaar einen neuen Impuls für ein "cooles, partnerschaftliches und von Vertrauen geprägtes Miteinander" zwischen Veranstaltern und Reisebüros. Und mehr Freude und positiven Austausch bei der Zusammenarbeit, denn darum gehe es doch in der Branche.

Apropos Spaß: Gut möglich, dass die Tradition des gemeinsamen Reisens fortgeführt wird, nur eben jetzt mit der Familie. Als mögliche Ziele schwanken sie zwischen Montenegro, Georgien oder Deutschland. "Hauptsache draußen unterwegs", meint Verkaar.

Vielleicht wird einer von ihnen dann diese 20 Jahre alte Anekdote auspacken: Wie sie in einem kanadischen Nationalpark waren und ihren Proviant an einen Baum hingen, zwei Meter vom Zelt entfernt. Nachts besuchte sie ein Bär, der Puls der beiden schnellte in die Höhe, aber: Es ging noch mal alles gut.
1 Kommentar

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1.
Verkaar Rene
Erstellt 5. Mai 2021 17:56 | Permanent-Link

Vielen herzlichen Dank für den Bericht. :-)

Weitere Info´s für Reisebüros unter:
https://www.highlaender-reisen.de/reisebuero-bereich/

Allen Kolleginnen & Kollegen weiter viel Durchhaltevermögen und Optimismus auf der Zielgraden!

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