Nachhaltigkeit

Hauser-Kunden als mobile Saubermacher

Mit der Müllbeutel-Aktion möchte Hauser die Probleme der Abfallentsorgung in den Reisezielen entschärfen.
Imago Images / Westend 61
Mit der Müllbeutel-Aktion möchte Hauser die Probleme der Abfallentsorgung in den Reisezielen entschärfen.

Alle Kunden von Hauser Exkursionen erhalten den "Take me home"-Beutel von ihren Reiseleitern, um die Gäste dazu zu animieren, das Reiseland sauberer zu verlassen als sie es vorgefunden haben.

Der Müllbeutel besteht aus 100 Prozent recycelbarer Folie und ist dank doppeltem Druckverschluss auslaufsicher und geruchsfrei. Von dieser Aktion erhofft sich der Münchner Slow-Trekking-Veranstalter, dass die Reisenden, ihren eigenen und gern auch gefundenen Unrat einsammeln, mitnehmen und erst im Recyclingsystem zuhause in Deutschland entsorgen.

Damit möchte Hauser Exkursionen die Problematik der Müllentsorgung in zahlreichen Gastländern entschärfen, um so die Vision, die Welt mit jeder Reise einen Schritt besser zu machen, auch zu erfüllen.

Geringe Klimabelastung im Fokus

"Bei all unseren Tou­ren steht die Balance zwischen sozialer Ver­antwortung und einer möglichst geringen Klimabelastung im Mittelpunkt", sagt Manfred Häupl, Inhaber und Geschäftsführer des Münchner Veranstalters Hauser Exkursionen. "Daher bieten wir zum Beispiel keine Fernreise unter zwei Wochen an. CO₂-Kompensation und Projekte zur Unterstützung der Bevöl­kerung sind für uns selbstverständlich."
Alle Kunden des Münchner Slow-Trekking-Veranstalters Hauser Exkursionen erhalten ab Sommer 2022 den geruchlosen „Take me home“-Beutel.
Hauser Exkursionen
Alle Kunden des Münchner Slow-Trekking-Veranstalters Hauser Exkursionen erhalten ab Sommer 2022 den geruchlosen „Take me home“-Beutel.

So wurden die Climate-Treks kürzlich mit dem Fairwärts-Award in der Kategorie "Klimawandel-Bewältigung" ausgezeichnet. Im Rahmen dieses Engagements reifte auch der Gedanke, die Teilnehmer selbst ins Entsorgungssystem einzubinden.

"Touristen lassen Arbeitsplätze entstehen und tragen zur wirtschaftlichen sowie sozialen Entwicklung bei. Sie bringen aber auch Unerwünschtes mit", so Häupl. Der zunehmende Müll belaste die Erde und die Meere, während es bisher nur in wenigen Ländern ein stabiles Entsorgungsmanagement gebe.

Insbesondere Sondermüll und Batterien mitnehmen

"Aus der Idee für Nepal wurde schnell eine für die ganze Hauser-Welt", sagt Manfred Häupl. Reisende leisteten so einen aktiven Beitrag zur Abfallvermeidung im Gastland. Persönlicher Sondermüll soll ebenso mit nach Hause genommen werden wie Batterien, Plastikverpackungen oder andere Dinge, die vor Ort schwer zu entsorgen sind. Besser sei es, die in Europa besser entwickelte Abfall- und Recyclingindustrie zu nutzen, so Häupl.
"Bei all unseren Tou­ren steht die Balance zwischen sozialer Ver­antwortung und einer möglichst geringen Klimabelastung im Mittelpunkt", sagt Häupl.
Manfred Häupl
"Bei all unseren Tou­ren steht die Balance zwischen sozialer Ver­antwortung und einer möglichst geringen Klimabelastung im Mittelpunkt", sagt Häupl.


Ab sofort erhalten alle Hauser-Reisenden den "Take me home"-Beutel von den lokalen Reiseleitern vor Ort. "Das funktioniert in fernen Ländern, genauso wie in den Alpen und in unseren heimischen Naturräumen", betont Häupl.
2 Kommentare Kommentieren

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2.
Ingo Simandi
Erstellt 6. Juli 2022 14:55 | Permanent-Link

Das erinnert mich an das Ramadama bei unseren Vereinen. Eine wirklich gute Sache, genauso die Initiative von Hauser. Nur werden die nach Deutschland mitgenommen Dinge auch wirklich so entsorgt, wir wir uns das wünschen. Nicht das die mühsam gesammelten Recyclingartikel wieder in der dritten Welt landen. Das wäre äußerst Schade. Absolut nachahmenswert!

1.
Michael Heinrich
Erstellt 6. Juli 2022 13:35 | Permanent-Link

Tolle Idee. Da könnte man aber noch mehr raus machen, z.b. abends im Hotel den Tagessieger im Müllsammeln ausloben. Oder eine Erlebnisreise direkt zu den illegalen Mülldeponien dieser Welt, dort in Gummistiefeln, Handschuhen und FFP2 Schutzmaske, den Abfall sortieren. Bin sicher, da geht noch was fürs gute Gewissen....



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