Mögliche Veranstaltergründung

Experte für Genossenschaften informiert Reisebüros

Das Treffen von Reisebüros zur Gründung eines genossenschaftlich organisierten Veranstalters wurde coronabedingt von Straßburg nach Kaiserslautern verlegt. Erwartet wird auch ein Experte, der über Genossenschaftsgründungen informiert.

Sven Leudesdorf-Pfeifer habe sein Kommen zu dem Treffen zugesagt, sagte der Initiator des Treffens Michael Röntzsch. Mit seiner Firma Blue Skyscape bietet Leudesdorf-Pfeifer unter anderem Beratungsleistungen zum Thema Genossenschaftsgründungen an. Der Experte werde über Vor- und Nachteile dieser Gründungsform informieren sowie alle Fragen der Anwesenden beantworten, erläuterte Röntzsch.

Das Treffen ist vom 27. bis 29. August geplant. Ursprünglich sollte es in Straßburg stattfinden. Coronabedingt wurde die Zusammenkunft nun allerdings nach Kaiserslautern verlegt. Das Interesse an der Veranstaltung sei gut, sagte Rötzsch. Mehr als 25 Anmeldungen lägen bereits vor. Auch Zusagen, sich an einem genossenschaftlich geführten Reiseveranstalter zu beteiligen, lägen ihm bereits vor. Ein Zahl hierzu wollte Röntzsch aber nicht nennen. Die Anmeldung zu dem Treffen in Kaiserslautern ist per E-Mail möglich (anmeldung@touristiksolution.de).

Röntzsch ist selbst Touristiker, betreibt unter anderem die Plattform Deutschland-mein-Urlaub.de. Seine Initiative für Reisebüros, einen genossenschaftlich organisierten Reiseveranstalter zu gründen, versteht er als Denkanstoß. Die Idee sei nicht neu, das wisse er selbst, sagte Röntzsch. Aber sie stelle sich in Zeiten der Corona-Pandemie neu und die Zeit dafür sei – anders als früher – möglicherweise nun reif für einen solchen Schritt. Er gehe davon aus, dass es für die Gründung des Veranstalters reichen würde, wenn sich rund 600 Reisebüros finden, die jeweils Anteile im Wert von 1000 Euro zeichnen.

Von einem solchen Veranstalter könnten Reisebüros finanziell doppelt profitieren – durch Provisionen und Genossenschaftsanteile, erläuterte der Touristiker. Er sei sich völlig im Klaren darüber, dass der Aufbau eines solchen Veranstalters schrittweise erfolgen müsse, "etwa, in dem zunächst nur drei Destinationen angeboten werden". Selbst strebe er keinerlei Position innerhalb des Veranstalters an, sagte Röntzsch. "Ich mache mir Gedanken zur Zukunft der Touristik und möchte Anregungen geben. Mehr nicht."

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