Exklusive Verkaufsgespräche

Air Berlin gibt grünes Licht für zwei Bieter

Auf der heutigen Pressekonferenz in Berlin informierten Lucas Flöther, Thomas Winkelmann, Frank Kebekus und Air-Berlin-Sprecher Ralph Kunkel über die weiteren Pläne der Unternehmensgruppe.
Georg Jegminat
Auf der heutigen Pressekonferenz in Berlin informierten Lucas Flöther, Thomas Winkelmann, Frank Kebekus und Air-Berlin-Sprecher Ralph Kunkel über die weiteren Pläne der Unternehmensgruppe.

Auch der Board of Directors (Aufsichtsrat) von Air Berlin stimmt exklusiven Verkaufsverhandlungen mit zwei Airlines zu. Dafür wird sich allerdings einige Zeit genommen.

Die insolvente Air-Berlin-Gruppe bleibt im Verkaufsprozess bei der in der vorigen Woche eingeschlagenen Linie. Der Aufsichtsrat des Unternehmens stimmte dem Plan zu, über den Verkauf des Fluggeschäfts weiter mit der Lufthansa und dem Billigflieger Easyjet zu verhandeln, wie Air Berlin nun per Ad-hoc-Meldung der Börse mitteilte.

Es zeichnet sich ab, dass die Lufthansa sowohl die österreichische Tochter Niki als auch die Turboprops einsetzende LGW übernehmen wird. Easyjet hingegen soll den Teil der Air-Berlin-Flotte weiter betreiben, der noch nicht für Eurowings beziehungsweise andere Lufthansa-Töchter fliegt. Aus dem Veräußerungspreis solle zumindest der staatliche KfW-Überbrückungskredit gezahlt werden können.

Der Air-Berlin-Generalbevollmächtigte Frank Kebekus sagte allerdings: „Ein stabiler Flugbetrieb in den kommenden Tagen und Wochen ist Grundvoraussetzung für den Erfolg. Alles andere gefährdet die Verhandlungen.“

Die Verhandlungen sollen bis zum 12. Oktober dauern. Dabei sollen auch Teilverkäufe möglich sein. Damit stellte sich der Aufsichtsrat hinter die Entscheidung der vorläufigen Gläubiger-Ausschüsse vom vorigen Donnerstag. Für weitere Teilbereiche wie die Air Berlin Technik sollen die Verhandlungen fortgesetzt werden.

Air-Berlin-Vorstandschef Thomas Winkelmann geht zudem davon aus, dass für rund 80 Prozent der heutigen Mitarbeiter eine Weiterbeschäftigung gelingen könne. Air Berlin muss allerdings zum 15. Oktober das gesamte verbliebene Interkont-Angebot einstampfen, da die Flugzeug-Leasing-Unternehmen sukzessive ihre Airbus-Jets des Typs A-330 zurückziehen. (dpa/LS)

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