Elf Häuser in Spanien

TUI bringt Nordotel in Grupotel ein

Das Los Principes in Alcudia auf Mallorca gehört zum Bestand von Grupotel.
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Das Los Principes in Alcudia auf Mallorca gehört zum Bestand von Grupotel.

Das Joint Venture Grupotel von TUI und der mallorquinischen Familie Ramis wird künftig die Hotels der TUI-Tochter Nordotel vermarkten und betreiben. TUI reduziert damit das eigene Engagement bei Hotelimmobilien weiter.

Die bisherige Tochter Nordotel von TUI ist vor allem auf dem skandinavischen Markt vertreten und betreibt elf Hotels und kleine Apartmenthotels in Spanien. Mit der Übernahme durch das Joint Venture Grupotel, an der die TUI mit 50 Prozent beteiligt ist, bleiben alle Objekte Teil des TUI-Hotel-Portfolios.


Grupotel erhöht durch die Beteiligung das eigene Porfolio um mehr als 5800 Betten auf den Balearen und Kanaren. Die Hotels werden teilweise unter der Marke TUI Blue geführt, mit der die TUI künftig stark expandieren will.

Die Hotelkette verfügt mit dem Deal erstmals über Häuser auf Gran Canaria und Lanzarote und wird damit insgesamt 46 Hotels mit mehr als 19.500 Betten auf den Balearen, Kanaren und in Barcelona betreiben. TUI ist seit 1999 zur Hälfte an Grupotel beteiligt.

Der Konzern verschlanke damit weiter die Strukturen im eigenen Hotelportfolio und stärke das Kerngeschäft mit Urlaubserlebnissen, heißt es aus Hannover. TUI will mit seinen internationalen Hotelmarken (TUI Blue, Riu, Robinson und TUI Magic Life) und dem Management dieser Hotels weiter wachsen, aber weniger Kapital in Grundstücken und eigenen Immobilien binden. Wie viel Geld TUI erhalten hat, ist nicht bekannt.

Im vergangenen Mai hatte TUI den Verkauf seiner 49-Prozent an 21 Immobilien für 671 Mio. Euro an Riu bekannt gegeben. Auch hier umfasst die Veräußerung nur das Eigentum an diesen Häusern. Betrieb und Vermarktung dieser Hotels erfolgt weiterhin durch das 50:50-Joint Venture zwischen TUI und Riu.

TUI benötigt das Geld aus dem Riu-Deal, von dem im August vereinbarungsgemäß 541 Mio. Euro geflossen sind, um Corona-Schulden abzutragen. Die verbleibenden 130 Mio. Euro werden 2023 fällig.

1 Kommentar

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1.
Daniel Neumann
Erstellt 9. Oktober 2021 09:41 | Permanent-Link

TUI muss mal wieder was verkaufen. Ich frage mich, wann ist das "letzte Hemd" verkauft? Und wie wird es danach weitergehen, wenn nichts zu verkaufen gibt? Die Untergang ist vorprogrammiert. Wir alle kennen doch die Renditen, welche in der Veranstalter-Touristik erwirtschaftet werden können. Wenn man zuerst die Aktionäre befriedigen muss – was bleibt dann noch für den Fortbestand des Unternehmens.
Na dann man gute Nacht ...
PS: Meine Hoffung – ss gibt ja noch privat geführte Unternehmen.
Lieben Gruss und trefft die richtigen Endscheidungen.



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