Bund-Länder-Runde

DRV begrüßt Verlängerung der Überbrückungshilfen

Erleichtert, dass die Überbrückungshilfen noch bis zum Frühsommer fließen: DRV-Präsident Norbert Fiebig.
DRV / Wyrwa
Erleichtert, dass die Überbrückungshilfen noch bis zum Frühsommer fließen: DRV-Präsident Norbert Fiebig.

Die Bund-Länder-Runde hat grünes Licht für die Verlängerung der Überbrückungshilfen bis Ende Juni gegeben. Der DRV begrüßt die Entscheidung, sieht gleichwohl noch Handlungsbedarf.

Das Reisegeschäft zieht allmählich wieder an. Für eine endgültige Entwarnung und das Ende jeglicher staatlicher Unterstützung ist es nach Ansicht des Deutschen Reiseverbandes (DRV) aber noch zu früh. Daher begrüßt der Verband die Entscheidung von Bundesregierung und der Länder, die Überbrückungshilfen nicht Ende März auslaufen zu lassen, sondern bis Ende Juni zu verlängern.



"Der heutige Beschluss, die Überbrückungshilfen über den März hinaus zu verlängern, ist eine wichtige Weichenstellung der Politik und ein gutes Signal für den Erhalt der touristischen Infrastruktur in unserem Lande", zeigt sich der DRV-Präsident Norbert Fiebig erleichtert. Die Unterstützungsmaßnahmen der Bundesregierung haben einen Zusammenbruch der deutschen Reisewirtschaft in den vergangenen zwei Jahren verhindert.

Der DRV-Präsident stellte zugleich klar, dass die Unternehmen der Reisewirtschaft weg von der Unterstützung des Staates wollen und das Überleben wieder aus eigener Kraft stemmen wollen. Noch immer aber leide das Geschäft von tausenden Reiseunternehmen unter Einreisebeschränkungen oder gar Einreiseverboten in viele Länder, so dass die wirtschaftliche Situation weiter angespannt bliebe. Eine weitere, begrenzte Unterstützung sei daher notwendig.



"Wir haben uns frühzeitig bei der Bundesregierung, beim Parlament und auch zuletzt erneut bei den Wirtschaftsministerien der Bundesländer dafür eingesetzt, die staatlichen Hilfsmaßnahmen zu verlängern", betont der DRV-Präsident. Bislang haben die verschiedenen Instrumente der Politik in der Pandemie die Branche sehr gut unterstützt – die Hilfen sind an sehr vielen Stellen an die Belange und die Besonderheiten der Unternehmen angepasst worden.

Damit die finanzielle Hilfe aber auch in den kommenden Monaten bei den Betrieben ankommt beziehungsweise abgerufen werden kann, hält es der DRV für notwendig, dass die Höhe der nach EU-Recht erlaubten Beihilfen maßvoll angehoben wird. Die Bundesregierung solle sich hier in Brüssel entsprechend einsetzen, so der DRV.

Über die genaue Ausgestaltung der Hilfen für die Monate April bis Juni liegen derzeit noch keine Informationen vor. Sie werden in Form einer FAQ-Liste des Wirtschafts- und des Finanzministeriums bekannt gegeben.

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