Endkunden-Lösung

Olimar setzt auf Progressive Web App

Den Kunden auch im Zielgebiet besser zu erreichen – das ermöglichen unter anderem Progressive Web Apps.
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Den Kunden auch im Zielgebiet besser zu erreichen – das ermöglichen unter anderem Progressive Web Apps.

Sie gelten als Mittelweg zwischen nativer App und klassischer Website: Eine steigende Zahl touristischer Leistungsträger setzt auf Progressive Web Apps. Auch Olimar baut an einer Lösung.

Voraussichtlich im Herbst werde Olimar eine eigene Lösung launchen, bei der der Veranstalter auf die Progressive-Web-App-Technologie setzt, sagt Olimar-Geschäftsführer Pascal Zahn.

Konkret heißt das für die Kunden des Veranstalters: Buchen sie künftig eine Reise bei dem Unternehmen, erhalten Sie mit ihren Buchungsunterlagen eine URL, beziehungsweise einen QR-Code. Damit gelangen sie auf die neue Plattform von Olimar für Endkunden. Dort können beispielsweise Reiseunterlagen hinterlegt werden. Die Kunden können aber auch Ausflüge im Zielgebiet hinzubuchen oder schlicht Erkundigungen einziehen, etwa zum Rücktransfer zum Flughafen. Zudem können sie über die Progressive Web App (PWA) direkten Kontakt zum Service Center von Olimar aufnehmen.

Im Kern gehe es darum, ein Stück weit den klassischen Reiseleiter zu ersetzen, den es heutzutage nicht mehr in allen Hotels gebe, insbesondere in kleinen Hotels, erläutert Zahn. "Mit Hilfe der Lösung bekommen wir neue Möglichkeiten, den Kunden zu betreuen, ob vor der Abreise, im Zielgebiet oder nach der Reise."

Progressive Web Apps gelten in Tech-Kreisen als vielversprechende Technologie – die zudem vergleichsweise neu ist. Gegenüber einer native App oder der klassischen Website bietet sie einige Vorteile. So muss der User nicht mehr in einen App Store gehen, um sich die Applikation auf ein Endgerät herunterzuladen. Die Lösungen sind stets mobil optimiert. Es kann also die doppelte Entwicklung einer App und einer mobil optimierten Website entfallen. Auch das Versenden von Push-Nachrichten ist mit PWA möglich.



Die Lösung von Olimar stammt aus dem Hause CFM Media. Das Unternehmen hat auch schon Progressive Web Apps für andere touristische Leistungsträger gebaut, etwa für Sunny Cars. Mit Sunny2Go bietet der Mietwagen-Broker Kunden seit Juli vergangenen Jahres einen "virtuellen Reisebegleiter", um sie vor der Abreise, im Zielgebiet und nach dem Urlaub besser zu betreuen.

Ein Vorteil der PWA sei deren Flexibilität, sagt Detlef Hoffmann, Geschäftsführer von Sunny Cars. So könnten vergleichsweise unaufwändig verschiedene Versionen der Lösung gebaut werden. Ein Beispiel: Auch Reisebüro-Kunden haben die Möglichkeit, Sunny2Go zu nutzen – allerdings erhielten diese eine Version, in der keine Angebote von Get Your Guide buchbar seien, erläutert Hoffmann. "Denn dieses Geschäft möchten wir selbstverständlich bei den Reisebüros lassen."

Für eine PWA von CFM Media haben sich laut dem Geschäftsführer des Unternehmens Frank Müller ebenfalls sowohl die Dertour Reisebüros als auch der Derpart Reisevertrieb entschieden. Auch der Flussreisen-Anbieter 1A Vista Reisen setzt mittlerweile auf die PWA-Technik und stellt seinen Kunden, die App mit der Reisebuchung zur Verfügung.

Laut Müller planen zudem weitere namhafte Reiseveranstalter eine solche Lösung zu erstellen. "Zahlreiche Dienstleistungen können in die PWA integriert werden, etwa Check-Listen, Reiseführer, Reiseversicherungen, Chat, Video und Mietwagen." Für Müller besteht daher kein Zweifel: Mit Hilfe von PWA sei es möglich, den Kundenservice auf ein neues Niveau zu heben.

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