Nach Müllers Abgang

VUSR fordert einen Staatssekretär für Tourismus

Wird die Bedeutung des Tourismus in Deutschland von der Bundesregierung aufgewertet?
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Wird die Bedeutung des Tourismus in Deutschland von der Bundesregierung aufgewertet?

Der Verband unabhängiger selbstständiger Reisebüros bedauert das Ausscheiden der bisherigen Tourismuskoordinatorin. Im selben Zuge fordert er die Aufwertung der Position in den Rang einer Staatssekretärin oder eines Staatssekretärs.

Der VUSR fordert in einer Mitteilung, dass möglichst schnell eine Nachfolgerin oder ein Nachfolger für die ausscheidende Tourismuskoordinatorin Claudia Müller gefunden werden müsse. Es müsse eine Kontinuität bis zum Ende der Legislaturperiode geschaffen werden.

VUSR-Chefin Marija Linnhoff: "Die Tourismuswirtschaft braucht gerade in Krisenzeiten verlässliche Ansprechpartner in der Bundesregierung. Personalwechsel in herausfordernden Zeiten bremsen die notwendige zügige Arbeit an den vielen Aufgaben aus. Deshalb sollte jetzt schnell für eine Besetzung der Koordinatorenposition gesorgt werden und das idealerweise für die verbleibenden drei Jahre der laufenden Legislaturperiode."

Linnhoff fordert zudem eine Aufwertung der Position des Tourismuskoordinators in den Rang eines Staatssekretärs beziehungsweise einer Staatssekretärin. Dieser Schritt würde der Bedeutung der Branche für den Wirtschaftsstandort Deutschland gerecht werden. In der Vorgängerregierung, gebildet von der großen Koalition, war der CDU-Politiker Thomas Bareiß als Parlamentarischer Staatsekretär im Bundeswirtschaftsministerium Tourismusbeauftragter der Bundesregierung.

Zum Wechsel Müllers in das Landwirtschaftsministerium erklärt Marija Linnhoff: "Wir waren mit Claudia Müller sehr zufrieden und bedauern deshalb ihren Wechsel ins Landwirtschaftsministerium. Dennoch gratulieren wir Claudia Müller natürlich zu ihrer neuen verantwortungsvollen Aufgabe als Staatssekretärin. Wir sind sicher, dass sie auch diese Aufgabe mit großem Einsatz ausfüllen wird und hoffen, dass sie auch in ihrer neuen Rolle der Tourismuswirtschaft gewogen bleibt. Anknüpfungspunkte sind ja über Themen wie Ländliche Räume oder Gastronomie deutlich vorhanden."
3 Kommentare Kommentieren

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1.
Sigrid Sattek
Erstellt 13. Dezember 2022 18:46 | Permanent-Link

Es wäre ein Tourismusminister angebracht!
Thomas Bareiß hat seine Arbeit sehr gut gemacht und es war wichtig, dass er in der schwierigen Zeit da war.

Jan Lehmann
Erstellt 14. Dezember 2022 10:14 | Permanent-Link
bearbeitet

@Sigrid Sattek: Ich finde, ein – im Idealfall – kompetenter Touristiker im Rang eines dem Wirtschaftsministerium angegliederten Staatssekretärs reicht völlig aus. Ein Minister wäre möglicherweise ein eher parteipolitisch ausgewählter Bürokrat. Und das dabei dann meist die Ideologie dem Sachverstand vorgezogen wird, sieht man ja an aktuellen Spitzenfunktionären unserer Regierung.

Marija Linnhoff
Erstellt 14. Dezember 2022 12:44 | Permanent-Link
bearbeitet

@Jan Lehmann: Wir sind wahrlich nicht oft einer Meinung, aber hier gebe ich Ihnen recht. Einen Tourismusminister braucht unsere Branche wahrlich nicht. Das ist so ungefähr das, was unsere Branche am wenigsten braucht.

Aber den Rang eines Staatsekretärs sollte der kommende Beauftrage der Regierung für Tourismus, Nachfolger von Frau Müller, schon bekleiden, dass würde auch die Wertschätzung der Regierung dokumentieren.



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