Expeditionskreuzfahrten bringen Urlauber in besonders abgelegene Gebiete der Welt. Eigens dafür ausgelegte Schiffe entstehen momentan in größerer Stückzahl.
Statt Mittelmeer, Ostsee und Karibik stehen Ziele wie Antarktis, Arktis, Amazonas und Südsee im Programm. Die relativ teuren Seereisen erfreuen sich zunehmender Beliebtheit, das Segment boomt. Experten schätzen, dass in den kommenden Jahren weltweit mindestens 25 neue Expeditionsschiffe unterwegs sein werden.
Es gibt in manchen Fahrtgebieten gesetzliche Grenzen für das Wachstum: Die Zahl der Besucher, die in der Antarktis gleichzeitig von einem Schiff an Land gehen dürfen, ist zum Beispiel auf 100 beschränkt.
Hurtigruten lässt derzeit drei hybridbetriebene Expeditionsschiffe für touristische Reisen bauen. In diesem Jahr soll die Roald Amundsen in See stechen, 2020 die Fridtjof Nansen und 2021 ein drittes, noch namenloses Schiff der gleichen Klasse. Bis zu 530 Gäste pro Schiff sollen auch entlegene Polargebiete erkunden können. Die neue Baureihe mit unter anderem elektrischen Antrieb soll zu den umweltfreundlichsten Kreuzfahrtschiffen der Welt gehören.
Hapag-Lloyd Cruises lässt ebenfalls neue Schiffe bauen. Die Bremen wird die Flotte im Frühjahr 2021 verlassen. Dafür sollen die Hanseatic nature und die Hanseatic inspiration noch 2019 in Dienst gestellt werden, die Hanseatic spirit soll 2021 folgen. Die Reederei hat angekündigt, bei allen Expeditionskreuzfahrten vom Juli 2020 an auf Schweröl zu verzichten und stattdessen das schadstoffärmere Marine Gasöl (MGO) zu verwenden.
Nicko Cruises hat neben der World Explorer, die im Mai 2019 erstmals in See stechen soll, bereits zwei weitere Hochseeschiffe für Expeditionsreisen in Auftrag gegeben. Die World Voyager und die World Navigator sollen 2020 und 2021 fertig werden. Zwei weitere Expeditionsschiffe schickt auch Ponant an den Start: die Le Bougainville und die Le Dumont d’Urville. Beide Schiffe sind baugleich zu den anderen Schiffen der Ponant-Explorers-Serie. (dpa)
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