Corona-Fälle bei Crew-Mitgliedern

Aida sagt weitere Reisen der Nova ab

Unter Crew-Mitgliedern der Nova hat es Corona-Fälle gegeben. Von betroffenen Gästen ist bisher aber nichts bekannt.
AIDA CRUISES
Unter Crew-Mitgliedern der Nova hat es Corona-Fälle gegeben. Von betroffenen Gästen ist bisher aber nichts bekannt.

Nach Corona-Fällen unter Crew-Mitgliedern an Bord der Nova sagt Aida weitere Fahrten des Schiffes ab. Die nächste Reise ist am 15. Januar ab Las Palmas auf Gran Canaria geplant.

Nach dem Abbruch der laufenden Kreuzfahrt mit der Nova sagte die Reederei nun auch die Reisen mit Abfahrt 5. Januar, 8. Januar und 12. Januar ab. Die Gäste würden umgehend über diese Entscheidung informiert, teilte Aida mit. 

Bereits von den Gästen geleistete Zahlungen würden erstattet. Das gelte auch für die per My Aida gebuchten Leistungen, die entsprechend der gewählten Zahlungsart gutgeschrieben würden.

Bei Neubuchung bis zum 31. März versprach die Reederei den Gästen ein Bordguthaben für eine zukünftige Reise in Höhe von 200 Euro pro Kabine oder über 100 Euro für die erste und zweite Person in der Kabine.

"Wir bitten unsere Gäste um Verständnis für diese Entscheidung, die wir im Interesse der Sicherheit und Gesundheit unserer Gäste und Besatzung treffen mussten", hieß es in einem Statement von Aida.

Zuvor hatte die Reederei eine Reise der Nova, die noch bis zum 5. Januar laufen sollte, abbrechen müssen. Der Grund waren an Corona erkrankte Crew-Mitglieder an Bord. "Den betroffenen Personen geht es gut, sie haben keine beziehungsweise nur milde Symptome", hieße es in der Mitteilung von Aida von gestern Abend. Wie es zu den Corona-Fällen an Bord kommen konnte, ist unklar.

Aida organisiert Abreise ab Lissabon

Ziel der Nova waren die Kanarischen Inseln. Die Reise mit 4000 Menschen an Bord, davon 3000 Gäste, unterbrach Aida jedoch in Lissabon. Unter den Passagieren hatte es laut dem Hafenkommandant von Lusa bis Sonntag keinen einzigen Corona-Fall gegeben. Die Gäste erwartet nun der Rückflug nach Hause, den Aida bereits organisiert.

Alle Maßnahmen würden in enger Abstimmung mit den beteiligten Behörden vorgenommen, betonte Aida. Die Gesundheits- und Sicherheitsprotokolle würden in Übereinstimmung mit den umfassenden Gesundheits- und Sicherheitsprotokollen von Aida Cruises sowie den nationalen und lokalen Gesetzen und Verordnungen zum Infektionsschutz durchgeführt.

Alle Gäste an Bord ab dem 12. Lebensjahr und die Besatzung seien vollständig geimpft. Vor Reiseantritt seien sie zweifach getestet worden: Erstens per Antigentest vor der Anreise, zweitens direkt vor dem Aufstieg im Kreuzfahrtterminal mittels PCR-Test.

Unterdessen ändert Aida für die gesamte Flotte auch das Konzept der Landgänge. Individuelle Landgänge sind nicht mehr möglich, sondern nur noch im Rahmen von Ausflügen von Aida. Dies geht aus einem Kabinenbrief für die Gäste der Aida Prima hervor, den der Blog "Schiffe und Kreuzfahrten" postete. Dieses sogenannte Bubble-Konzept hatten Reedereien auch schon früher eingesetzt.

Zudem werde das Unterhaltungs- und Betreuungsangebot angepasst, heißt es weiter in dem Kabinenbrief. Im Kids Club sei eine Betreuung ohne Begleitung von Erwachsenen vorerst nicht mehr möglich.
7 Kommentare Kommentieren

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5.
Klaus Laepple
Erstellt 9. Januar 2022 16:37 | Permanent-Link

Die Frage von Ingo Simandi zur Erstattung selbst gebuchter Flüge verstehe ich nicht. Aida stellt doch allen Kunden einen Flug von Lissabon nach Deutschland et cetera zur Verfügung. Warum sollte Aida hier noch zusätzliche Kosten für einen selbst gebuchten Flug übernehmen?

4.
Ingo Simandi
Erstellt 3. Januar 2022 16:02 | Permanent-Link

Kann so Vertrauen in das Produkt Kreuzfahrt aufgebaut werden?

Die Kosten werden erstattet, aber was passiert mit Flügen, die Passagiere selbst gebucht haben, werden diese auch erstattet?

Ronald Krispin
Erstellt 3. Januar 2022 16:23 | Permanent-Link

@Ingo Simandi: Nach fast zwei Jahren Erfahrungen mit diese Pandemie sollten zumindest die Reisebüros (falls die Gäste nicht selbst drauf kommen) hier mit Sorgfalt für die Gäste buchen, was auch korrigierbar ist und mindestens auf die Ausfälle im Fall der Fälle hingewiesen habe.

Wer dann dennoch non-changeable bucht, belegt lediglich, dass Wissen und echtes Lernen zwei unterschiedliche Paar Schuhe sind.

3.
Ronald Krispin
Erstellt 3. Januar 2022 15:51 | Permanent-Link

"Bei Neubuchung (...) versprach die Reederei den Gästen ein Bordguthaben für eine zukünftige Reise in Höhe von 200 Euro ..."

Und für den Expedienten, der die Sache für den Veranstalter abwickeln darf, bleibt somit wieder nur die doppelte Arbeit und ein wAIDArmer Händedruck? Na vielen Dank.

Hier muss endlich ein Umdenken passieren, dass die Agenturen mit an Bord geholt werden, solche Unterfangen mit zu ertragen, umzusetzen und umzusteuern – zumal Sie den Frust hautnah abbekommen werden.

Wer Goodies nur an die Gäste verteilt, missachtet den Wert des Handelsvertreters immens! Isso!

2.
Johannes Betzold
Erstellt 3. Januar 2022 13:54 | Permanent-Link

"Alle Gäste an Bord ab dem 12. Lebensjahr und die Besatzung seien vollständig geimpft. Vor Reiseantritt seien sie zweifach getestet worden: Erstens per Antigen-Test vor der Anreise, zweitens direkt vor dem Aufstieg im Kreuzfahrt-Terminal mittels PCR-Test."

Was bringt also die Impfung und was sagt der PCR-Test aus, der übrigens in den USA seit 1. Januar 2022 nicht mehr zugelassen ist, da er nicht zwischen Influenza, Grippe und Corona unterscheiden kann, hihi ...

Ronald Krispin
Erstellt 3. Januar 2022 16:01 | Permanent-Link

@Johannes Betzold: Was an Ihrer Behauptung ist nun so witzig, dass Sie mit einem "hihi" enden? Was dazu noch der Faktencheck zur PCR-Aussage ergibt, wüsste ich gern. Nicht, dass man Ihnen später berechtigt vorwirft, aus welchen Gründen auch immer, Fake News verbreitet zu haben?!

Zuweilen ist mal nicht Tippen der feinere Weg – Isso!

1.
Dietmar Rauter
Erstellt 3. Januar 2022 10:13 | Permanent-Link

Das ist das zusätzliche Risiko, wenn kein Hafen erkrankte Crew-Mitglieder ausschiffen lässt. Positiv getestete Passagiere werden immer gleich im nächsten Hafen in die Quarantäne entlassen, das ist schon Gewohnheit geworden. Omikron trifft auch doppelt geimpfte Menschen, deshalb rät die US-amerikanische Aufsichtsbehörde auch dringend von der Teilnahme an diesen Events ab. 2022 wird wohl auch kein gutes Jahr für die Pauschaltouristik, solange es noch keinen speziellen Omikron-Impfstoff gibt.



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