Bei Hagenbach

Rhein nach Havarie von Viking Sigrun gesperrt

picture alliance/dpa/Einsatz-Report24 | Aaron Klewer

Bereits in der Nacht zu Montag hatte sich die Viking Sigrun im dichten Nebel auf dem Rhein festgefahren. Inzwischen ist das Schiff wieder frei, der Fluss bleibt aber gesperrt.

Wie die "Rheinpfalz" berichtet, hatte sich das Flusskreuzfahrtschiff in dem als Untiefe bekannten "Hagenbacher Grund" festgefahren. Es soll dichter Nebel für das Schiff der Flussreederei Viking mit etwa 90 Passagieren an Bord geherrscht haben. Als Grund nannte die Wasserschutzpolizei einen "nautischen Fehler". Die Reederei gab nach Angaben der Zeitung an, dass das Schiff auf eine neue Untiefe in der Fahrrinne aufgelaufen sei. Die habe sich gebildet, als zuvor ein steckengebliebenes Frachtschiff freigeschleppt wurde. 

Ein Tag darauf blieb an der gleichen Stelle zudem ein mit Benzin beladener Tanker stecken. Am Dienstagnachmittag gelang es nun einem Bergungskommando, die Havaristen mit Hilfe von Frachtern zurück in die Fahrrinne zu schleppen. Nun muss laut "Rheinpfalz" allerdings geprüft werden, ob sich in der Rinne Kies angesammelt hat. Bis dahin bleibt der Rhein vorsorglich gesperrt.

Wie es zu der Havarie des Tankers kam, scheint festzustehen. Am Montagabend war die Schifffahrt zunächst laut Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt Karlsruhe wieder freigegeben worden. Allerdings nur für Schiffe, die nicht zu tief im Wasser liegen. Der Kapitän des Tankers habe sich an diese Vorgabe nicht gehalten. Dann sei ihm zudem auf Höhe der Viking Sigrun ein weiteres Fahrgastschiff entgegengekommen, das sich nicht gemeldet habe. Als der Tankerkapitän ausweichen wollte, geriet er auf eine Kiesbank, die sich vermutlich am Montag bei den Versuchen gebildet hatte, das Viking-Schiff freizubekommen.

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