ITB Daily

Journalistenverband VDRJ zeichnet Fachpresse aus

Fachjournalismus besteht bei fvw | TravelTalk heute aus Magazinen, Online und Events – hier ein Bild vom fvw Workshop in Thessaloniki.
Christian Wyrwa
Fachjournalismus besteht bei fvw | TravelTalk heute aus Magazinen, Online und Events – hier ein Bild vom fvw Workshop in Thessaloniki.

Die Vereinigung Deutscher Reisejournalisten (VDRJ) verleiht ihre jährlichen ITB-Preise in virtueller Form. Ein Sonderpreis geht an fvw | TravelTalk und Touristik Aktuell stellvertretend für die Fachmedien der Branche.

Die Corona-Krise hat Reisejournalistinnen und Reisejournalisten und die Fachmedien genauso getroffen wie die Touristik. "In dieser Situation erschien es uns wichtig, Zeichen zu setzen", sagt der VDRJ-Vorsitzende Rüdiger Edelmann. Die Zahl der Einreichungen für die verschiedenen Kategorien der Columbus-Journalistenpreise habe neue Rekorde erreicht. Zusätzlich werden die Auszeichnungen diesmal um einen Sonderpreis zu erweitert.

Da eine Übergabe der Preise nicht physisch stattfinden kann, hat die VDRJ in diesem Jahr eine virtuelle Präsentation und Verleihung vorbereitet. Die Preisträger jeder Kategorie werden in jeweils eigenen Filmen gewürdigt. Sie sind verfügbar auf der Website www.vdrj.de und im Youtube-Kanal der VDRJ.

Durch die Ehrung der Chefredaktion der beiden am längsten etablierten Fachzeitschriften, Touristik Aktuell (gegründet 1969) und fvw | Traveltalk (1967 als "Fremdenverkehrswirtschaft" gegründet) will die VDRJ "ein Licht auf die Arbeit der Fachmedien im Coronajahr" werfen. Die Fachmedien hätten "vorbildlich sachlich und gut informiert die Reisebranche über die Entwicklungen auf dem Laufenden gehalten, Wissenslücken geschlossen und Unsicherheiten verringert". Stellvertretend für alle Fachpresse-Kolleginnen und -Kollegen und ihre Teams zeichnet der VDRJ Matthias Gürtler und Klaus Hildebrandt aus.

VDRJ-Columbus-Autorenpreise 2020

Als Autor der besten Reportage wurde Philipp Daum ausgezeichnet. Für "Zeit-Online" unternimmt er mit seinem Artikel "Das letzte große Abenteuer" eine virtuelle Reise nach Alaska. Die beste journalistische Leistung beschäftigt sich mit der Corona-Krise in der Hotellerie. Beinahe ein ganzes Jahr lang hat Simon Book die Hotelkette 25 Hours durch die Pandemie begleitet. In seinem Artikel "Umsatz: 51 Euro" komprimiert er den Überlebenskampf einer ganzen Branche in einer dicht erzählten, intensiv recherchierten Geschichte für den "Spiegel".

Den Förderpreis für junge Autoren erhält Paul Hildebrandt für "Ein Schiff wird kommen", einer Geschichte über Bootstramper auf Gran Canaria für "Zeit-Campus". Das Radiostück des Jahres 2020 liefert Felicia Englmann mit ihrer Reportage "Fluch der Karibik" (Bayern 2, Radio reisen). Ein Virus sorgt für die Autorin zur Reflektion der vermeintlich persönlichen Katastrophen des Lebens.

Preise für Reportagen über Bhutan und Belgrad

Zwei Columbus-Preise in Silber wurden bereits vor der Krise recherchiert und produziert. Der Preis für Recherche und Hintergrund geht an Anja Steinbuch und Michael Marek für das Feature "Verordnetes Glück – Bhutan" (Radio Bremen 2). Als beste Reisereportage wurde "Belgrad–Bar, eine Zugfahrt von Serbien nach Montenegro" (Bayern 2 Radio reisen) von Tania Palamkote ausgezeichnet. Die Zahl der eingereichten Podcasts steigt jährlich und macht inzwischen fast ein Drittel der Einreichungen aus. Den Columbus in Silber für den besten Podcast erhält Hauke Gerdes für "Sayonara Heimat – Hauke wandert aus" (FYEO-Original-Podcast).

Den VDRJ-Columbus-Filmpreise 2020 (TV & Web) erhielten Ann-Christin Krumm und Wolfram Giese für ihren Zweiteiler "Der Pfälzerwald rund ums Jahr" (SWR). Der Silberne Columbus-Preis für die beste Regie geht an Thomas Radler für "Nationalparks der Zukunft – Patagonien" (SR und Arte). Eine Silber-Auszeichnung für Information und Ethik erhalten Hanna Resch und Anne Brier für ihre Reportage "Beirut nach der Explosion – auf der Suche nach Hassan" (BR24).

Innovationspreis für WDR-Format

Mit dem Silbernen Columbus für Innovation wird das Team Christian Loß, Nico Sobolewski und Claus Möller für ein neues Format der Redaktion WDR-Reisen ausgezeichnet. Der Film "#lookslike: von der Zugspitze bis Neuschwanstein" wurde ausschließlich für die Veröffentlichung im Netz produziert.

Die VDRJ ist seit 1957 die Berufsvereinigung der deutschsprachigen Reisejournalisten und Medienfachleute im Tourismus. Aktive Mitglieder der VDRJ sind Journalisten, Autoren, journalistische Blogger, Regisseure, Producer, Kameraleute, Fotografen, sowie Pressesprecher und PR-Agenturen im Fachgebiet Reise/Tourismus.
1 Kommentar

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1.
Christina Göhrl
Erstellt 10. März 2021 07:16 | Permanent-Link

Glückwunsch an beide Teams! Ihr macht einen sehr guten Job.

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