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Italien will sich grüner und moderner präsentieren

Das schneeweiße Schloss Miramar nahe Triest wurde einst für Ferdinand Maximilian, den Bruder des österreichischen Kaisers Franz Joseph, gebaut.
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Das schneeweiße Schloss Miramar nahe Triest wurde einst für Ferdinand Maximilian, den Bruder des österreichischen Kaisers Franz Joseph, gebaut.

Zeitgemäßer, ökologischer und mit einem verstärkten Fokus auf Vielfalt – so will sich Italien nach der Corona-Pandemie neu positionieren. Bereits bei der ITB Now hat das Land einen Schwerpunkt im Bereich LGBT-Tourismus gesetzt.

Geworben wurde um die Gemeinschaft der Schwulen, Lesben und anderer sexueller Minderheiten mit Blick auf die Jahrestagung des schwul-lesbischen Reiseverbands IGLTA, die 2022 in Mailand stattfinden soll.

Inhaltlich will das Land aber vor allem seine klassischen Stärken – Authentizität, Slow Tourism, Kulinarik und Kultur – verstärkt ausspielen. Als Destination, die immer schon weit vom Massentourismus entfernt war, erhofft sich Italien Vorteile. Mehr denn je sollen die Schönheiten des Landes auch jungen Urlaubern vermittelt werden, etwa durch verstärkte Präsenz in sozialen Medien.

Zugleich will Italien stärker mit Reiseveranstaltern und Reisebüros zusammenarbeiten. Derzeit stammen 80 Prozent der deutschen Italien-Gäste aus Bayern und Baden-Württemberg, die das Land meist individuell und mit dem Auto bereisen. Nun sollen gezielter auch norddeutsche Gäste gewonnen werden –  für Flugziele in Süditalien beispielsweise, aber auch für andere Regionen, die bislang weniger im Fokus des Tourismus standen.
Ein Beispiel dafür ist die nordostitalienische Region Friaul-Julisch-Venetien. Sie ist von Deutschland aus nicht nur recht einfach mit Auto, Bus oder Flugzeug (Triest) zu erreichen, sondern bietet auf vergleichsweise kleinem Raum eine ungeheure Vielfalt an Landschaften und Kulturen. Die Südalpen finden sich hier ebenso wie die Karsthochebene mit ihren kargen Felsen und Lagunen (Grado), ebenso wie die Sandstrände der Adria.

Zudem gilt der friaulische Weißwein als der beste Italiens. Außer auf die Kulinarik setzt die Region beispielsweise auf Rad-Tourismus: Der Fahrradweg von der Grenze zu Österreich bis zur Adria wurde bereits vielfach ausgezeichnet.

Als ebenso spannend erweist sich das Gebiet in kultureller Hinsicht. So gehörte die Hauptstadt Triest 500 Jahre lang – bis 1918 – zur habsburgischen Monarchie beziehungsweise zu Österreich-Ungarn. Einer der Touristik-Höhepunkte ist denn auch das schneeweiße Schloss Miramar nahe Triest, das einst für Ferdinand Maximilian, den Bruder des österreichischen Kaisers Franz Joseph, gebaut wurde.

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