Unglück in Havanna

Opferzahl nach Hotelexplosion steigt

Am 6. Mai erschütterte eine heftige Explosion das vormals prächtige Saratoga Hotel in Havannas Altstadt.
Imago / TheNews2
Am 6. Mai erschütterte eine heftige Explosion das vormals prächtige Saratoga Hotel in Havannas Altstadt.

Nach der Gasexplosion im Luxushotel Saratoga in der kubanischen Hauptstadt Havanna ist die Zahl der Todesopfer auf 35 gestiegen. Auch eine Touristin aus Spanien gehört zu den Opfern.

Von insgesamt 89 Verletzten wurden drei Tage nach dem Vorfall noch 20 in Krankenhäusern behandelt, darunter fünf Minderjährige. Dies teilte am Montag das Gesundheitsministerium des sozialistischen Karibikstaates mit.

Sieben Menschen waren demnach in kritischem Zustand. Unter den Toten waren den Angaben zufolge vier Minderjährige, eine schwangere Frau und eine Ausländerin – bei letzterer handelte es sich um eine spanische Touristin.

Am Freitag hatte eine starke Explosion das Hotel Saratoga großteils zerstört. Nach ersten Erkenntnissen war ein Gastank explodiert, als gerade Flüssiggas angeliefert wurde. Wegen der Coronavirus-Pandemie war das bekannte Fünf-Sterne-Hotel, wenige Schritte vom Kapitol entfernt, seit etwa zwei Jahren geschlossen. An diesem Dienstag sollte es wiedereröffnet werden.

Die unteren drei Etagen des neoklassizistischen Gebäudes waren völlig verwüstet, wie auf Bildern zu sehen war. Die Wucht der Explosion riss die Fassade weg, von der Straße aus waren die zerstörten Zimmer zu sehen.

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