Sieben Berufe

Dehoga modernisiert das Azubi-Programm komplett

Ausbildungen im Gastgewerbe lohnen sich.
Dehoga / Cordula Giese
Ausbildungen im Gastgewerbe lohnen sich.

Digitalisierung und Nachhaltigkeit müssen Bestandteile eines zeitgemäßen Azubi-Programms sein. Diesen Ansatz verfolgt der Verband Dehoga. "Das Ausbildungsprogramm wurde komplett aktualisiert und jeder Stein umgedreht", erklärt die Dehoga-Chefin Sandra Warden im Gespräch mit fvw|TravelTalk.

Der Deutsche Hotel- und Gaststättenverband (Dehoga) hat das Ausbildungsprogramm vollständig neu aufgezogen und modernisiert. Der Fokus lag dabei auf den Themen Digitalisierung und Nachhaltigkeit. Die Resonanz der Ausbildungsbetriebe, aber auch der Schulen und Berufsberater auf die neu ausgerichteten Ausbildungsgänge ist dem Verband zufolge sehr positiv ausgefallen.

Einige Berufe haben eine neue Ausrichtung und neue Namen bekommen. So gibt es jetzt Fachleute für Restaurants und Veranstaltungsgastronomie sowie Kaufleute für Hotelmanagement. Ganz neu ist die zweijährige Ausbildung zur Fachkraft Küche.



Die Dehoga-Geschäftsführerin Sandra Warden erläutert im Gespräch mit fvw|TravelTalk: "Wir haben eine Runderneuerung durchgeführt. Das Ausbildungsprogramm wurde komplett aktualisiert und jeder Stein umgedreht. Eine wichtige Rolle spielten dabei in allen sieben Berufen die Themen Digitalisierung, Nachhaltigkeit, Arbeit im Team, Kommunikation mit Gästen und neue Technologien. Die Bandbreite der Berufe ist größer geworden."

Probleme bereitet weiterhin das Finden von Nachwuchs. "Aktuell wählen zu viele ehrgeizige junge Menschen ein Hochschulstudium, obwohl eine duale Ausbildung bessere Perspektiven bieten würde. Für diese ist insbesondere der neue Kaufmann für Hotelmanagement eine gute Option", erklärt Warden. Besonders reizvoll und spannend für kommunikative und serviceorientierte Jugendliche, so die Branchenexpertin, dürfte auch die neu geschnittene Ausbildung Fachfrau/Fachmann für Restaurants und Veranstaltungsgastronomie sein. 



Doch haben auch Azubi-Bewerber, die im Verlauf ihrer Schulzeit nicht mit guten Noten glänzen konnten, eine Chance? Warden meint: "Ja!" Der Dehoga biete auch Chancen für eher praktisch begabte junge Menschen, die sich weiter verbessern wollen.

"In unserer Branche war es schon immer so, dass der persönliche Eindruck wichtiger für eine Einstellung ist als die Schulnoten. Durch die beiden neuen zweijährigen Berufe wird lernschwächeren Schülern der Einstieg erleichtert. Das ist keine Sackgasse, da der Weg für Durchstieg nach oben und Weiterbildung eben auch richtig gut ausgestaltet wurde", betont sie.

Das sind die sieben neuen gastgewerblichen Berufe

Hotelfachmann/Hotelfachfrau, Kaufmann/Kauffrau für Hotelmanagement, Fachkraft für Gastronomie (zweijährig – mit den Schwerpunkten Restaurantservice oder Systemgastronomie), Fachmann/Fachfrau für Restaurants und Veranstaltungsgastronomie, Fachmann/Fachfrau für Systemgastronomie, Koch/Köchin und Fachkraft Küche (zweijährig). 

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