Ross-Geller-Syndrom

Jeder zweite Reisende packt Hotelutensilien ein

Wer gebrauchte Hausschuhe aus dem Hotel einpackt, erspart der Unterkunft sogar Müllgebühren – sie müsste diese sowieso entsorgen.
Von Missvain, Wikimedia
Wer gebrauchte Hausschuhe aus dem Hotel einpackt, erspart der Unterkunft sogar Müllgebühren – sie müsste diese sowieso entsorgen.

Einer neuen Umfrage zufolge haben 56 Prozent aller Urlauber schon einmal etwas aus dem Hotel mitgehen lassen. In aller Regel handelt es sich dabei aber um Einwegartikel wie Hausschuhe, Seife oder Duschgel.

Es war in Folge neun der Sitcom-Serie "Friends", in der Ross Geller und Chandler Bing die Annehmlichkeiten eines Hotels sehr umfassend in Anspruch nahmen – vom Obstkorb bis zu den Batterien aus der Fernbedienung. Dass die beiden nicht allein stehen, geht aus einer Umfrage der Flugsuchmaschine Swoodoo hervor. Das Unternehmen hat gefragt, ob und was Reisende aus dem Hotel mitbringen.

Klares Fazit für Deutschland: 56 Prozent aller Befragten gaben an, bereits Hotelutensilien mit nach Hause genommen zu haben. Vor allem handelt es sich um Einwegartikel aus dem Badezimmer – Seife, Duschgel und Haarwaschmittel. Diese stehen mit 30 Prozent auf Platz eins. Handelt es sich dabei um bereits geöffnete Plastikfläschchen, dürfte das Hotel noch nicht einmal etwas dagegen haben: Es spart Müllgebühren.

Einwegartikel landen auch auf den Folgeplätzen. Rang zwei etwa belegt das Körperpflege-Set aus Wattestäbchen und Wattepads (26 Prozent). Auch Hausschuhe sind besonders beliebt (zehn Prozent), ebenso wie Teebeutel (neun Prozent).

Weniger gefragt, aber nicht unbeachtet, sind etwa Bademäntel (acht Prozent), Besteck oder Dekoartikel (jeweils fünf Prozent). Immerhin drei Prozent der befragten Deutschen haben schon einmal Batterien aus der Fernbedienung oder eine Bibel mitgenommen.

Dabei sind Frauen scheinbar weniger anfällig für das Syndrom: 47 Prozent von ihnen gaben an, noch nie etwas aus dem Hotel mitgenommen zu haben, bei den Männern sind es 41 Prozent. Doch insgesamt sind Deutsche im internationalen Vergleich sehr zögerlich, wenn es darum geht, Dinge aus dem Hotel mitgehen zu lassen.

Weitaus stärker etwa greifen Briten und Franzosen zu, und an der Spitze liegen US-Amerikaner, wo nur 25 Prozent angeben, noch nichts geklaut zu haben. Lediglich die Dänen sind ähnlich zurückhaltend wie Deutsche: Hier gaben 40 Prozent der Befragten an, noch nie einen der aufgelisteten Gegenstände mitgenommen zu haben.

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