Hotel-Hygiene

Dorint setzt auf Acht-Säulen-Konzept

Dorint-Geschäftsführer Jörg Böckeler präsentiert sein neues Konzept.
Dorint
Dorint-Geschäftsführer Jörg Böckeler präsentiert sein neues Konzept.

Das Sicherheitskonzept "Stay Safe" gehe weit über die allgemein vorgeschriebenen Anti-Corona-Regeln hinaus, sagt Dorint-Chef Jörg T. Böckeler. Zum Hygiene-Beauftragten ernennt die Kette Philipp Kramer.

Kramer, Manager Quality & Audit, hat den Katalog mit neuen Sicherheitsstandards erarbeitet. Das Gesundheits- und Hygiene-Handbuch werde in allen 60 Häusern des Konzerns von Sylt bis Zürich eingesetzt, sagt Jörg T. Böckeler, Geschäftsführer der Gruppe. "Stay Safe by Dorint" basiere auf den allgemeinen Richtlinien des Corona-Schutzgesetzes, gehe jedoch weit über diese allgemein vorgeschriebenen Regeln hinaus.

Zu den Maßnahmen gehöre wie bei allen Hotels der Mindestabstand von 1,50 Meter. Für dessen Einhaltung sorgen sogenannte Lobby-Manager. "Sie regeln den Gäste- und Besucher-Strom, so das es nicht zu erheblichen Staus und Wartezeiten etwa an der Rezeption kommt", sagt Böckeler: "Außerdem weisen sie den Gast auf einen QR-Code hin, der alle umfassenden Sicherheits- und Hygiene-Regeln erläutert."

Check-in und Check-out kontaktlos

Am Empfang finde dann ein kontaktloser Check-in mit nur einer Unterschrift des neuen Gastes statt. Gleiches gelte für den Check-out. Sofern die Mindestabstände in den öffentlichen Bereichen der Hotels nicht eingehalten werden könnten, gelte dort für alle Mitarbeiter, Gäste und Lieferanten Maskenpflicht.

Alle sogenannten Touchpoints – also Einrichtungsgegenstände, Hotel-Ausstattung und Technik mit denen der Gast in Berührung kommt – würden sofort und immer wieder desinfiziert. Die Hotelzimmer würden mit dem "hochwirksamen Langzeit-Desinfektionsmittel" Zoono gesäubert. Dieses mache Keime sofort unschädlich. Fernbedienungen würden verpackt und versiegelt.

Besonderes Augenmerk gelte bei der neuen Hygieneverordnung dem Bad/WC. Zahnbecher sind aus dem Bad ganz verbannt worden. Alle Mitarbeiter des Housekeepings erhielten eine Corona-Schulung.

In den Restaurants der Dorint Gruppe werde der Mindestabstand der Tische für die Gäste bereits eingehalten. Gemäß den jeweiligen Länderverordnungen würden Gäste dann von den Service-Mitarbeitern platziert. Um eine mögliche Infektionskette nachverfolgen zu können, würden die persönlichen Daten der Gäste aufgenommen. Für die individuelle Platzierung – und das gilt für alle Mahlzeiten – sei es notwendig, dass die Gäste die Plätze frühzeitig telefonisch oder online vorbestellen.

Alle Speisen, angefangen beim Frühstück, würden auf Tabletts serviert. Mit einem "deutlich breiter gefächerten Speisen- und Getränke-Angebot" komme der Roomservice verstärkt und kontaktlos zum Einsatz.

"Um nach weiteren Lockerungen in der Hotellerie die Abstände zwischen den Gästen zu wahren, werden zunächst nur sogenannte Hybrid-Meetings möglich sein", erläutert Böckeler das MICE-Konzept: "Das heißt, die eine Hälfte der Tagungsteilnehmer wird im Tagungsraum des Hotels sein, die andere Hälfte wird per Videokonferenz zugeschaltet."

In den Tagungspausen könnten bei kleineren Meetings Stehtische entsprechend der erforderlichen Mindestabstände gestellt werden. Pausensnacks würden nicht mehr als Buffet angeboten, sondern einzeln verpackt serviert, bei größeren Tagungen dann am Platz im Veranstaltungsraum.

Das Konzept werde mit internen Audits und Überprüfungen des Hygiene-Beauftragten Philipp Kramer kontrolliert. Zunächst gehe er mit dem Hoteldirektor gemäß des Acht-Säulen-Konzepts sämtliche Bereiche des Hotels in einer Video-Konferenz via "Microsoft-Teams" durch. Um das, was er gesehen und gehört hat abzusichern, habe er ein spezifisches Audit-Tool mittels Foto implementiert. Dazu gehöre es, dass Kramer sich von den Direktoren Fotos von den Bereichen senden lasse, diese überprüft und dann anhand der Metadaten vergleiche und auswerte.
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