Geplatzter Aquadom

Aufräumen in Berlin kann bald starten

Der Aqua-Dom in Berlin galt als das größte freistehende Aquarium der Welt.
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Der Aqua-Dom in Berlin galt als das größte freistehende Aquarium der Welt.

Nach dem Platzen des Riesen-Aquariums im Berliner Hotel Radisson Collection können die Aufräumarbeiten rund um die Schadensstelle aus Sicht des Gebäudeeigentümers bald beginnen.

"Voraussetzung ist, dass die jeweiligen Versicherungen dem zustimmen", teilte ein Sprecher von Union Investment mit. Die eigene Gebäudeversicherung hat sich bereits ein Bild von der Lage gemacht. Es gebe aber viele weitere Versicherer, die berücksichtigt werden müssten – etwa des Hotelbetreibers sowie der betroffenen Ladenbesitzer im Inneren. 


Am frühen Freitagmorgen der vergangenen Woche war in dem Hotel wie berichtet das 16 Meter hohe Aquarium Aquadom mit 1500 Fischen geplatzt. Daraufhin ergossen sich eine Million Liter Wasser aus dem zerstörten Acrylglas-Zylinder unter anderem in das Hotel und auf die Straße. Ein Hotelgast und ein Mitarbeiter wurden bei dem Vorfall am Freitag leicht verletzt. Die Gäste waren danach in ein anderes Hotel gebracht worden. In dem Gebäudekomplex wurden mindestens sechs weitere Läden beschädigt. Die Suche nach der Ursache läuft.

Der Schadensort sei inzwischen auch mit Hilfe von Drohnen und 3D-Scannern kartografiert und dokumentiert worden, hieß es weiter. "Unser Ziel ist es, erste Teile der Passage und der Läden, die nur Schäden an den Fenstern erlitten haben, kurzfristig freizugeben", teilte der Union-Investment-Sprecher weiter mit. 

Neues Aquarium-Hotel geplant

Indes wollen die Initiatoren eines geplanten Hotels mit riesigem Aquarium in Berlin-Lichtenberg an ihren Plänen festhalten. Der Bau solle im Januar beginnen und bis 2024 abgeschlossen werden, teilte der zuständige Manager vom israelischen Unternehmen Coral World, Erez Ben Nun, mit.

Mit Blick auf das geplatzte Aquarium im Radisson werde man bei der Planung der Behälter und Fenster aus Acrylglas sicherstellen, dass sich ein solcher Vorfall nicht wiederholt, teilte Ben Nun der dpa mit. Sie seien so geplant, dass sie allen Vorschriften entsprechen und auch Erdbeben standhalten könnten.

Das Platzen des riesigen Aquariums in einem Berliner Hotel sei eine "sehr seltene Tragödie, dessen Ursache wir nicht kennen", erklärte Ben Nun weiter. Man sei erleichtert, dass Menschen keinen ernsthaften Schaden erlitten hätten, aber man sei sehr betrübt über den Tod der Tiere.

Diese Texte erschienen zuerst auf www.ahgz.de.



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